Pharmakonzern: Stada beglückt neue Besitzer mit steigendem Gewinn

Pharmakonzern: Stada beglückt neue Besitzer mit steigendem Gewinn

, aktualisiert 09. November 2017, 09:46 Uhr
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Bain und Cinven wollen mit dem Arzneimittelhersteller global expandieren und dabei auch Zukäufe nutzen.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach der Übernahme durch Bain und Cinven erfreut Stada die neuen Eigner mit Umsatz- und Gewinnzuwächsen. Gute Geschäfte mit Marken- und Nachahmermedikamenten spülen dem Arzneimittelhersteller kräftig Geld in die Kassen.

Bad VilbelGute Geschäfte mit rezeptfreien Markenprodukten und Nachahmermedikamenten haben den Arzneimittelhersteller Stada im dritten Quartal angetrieben. Trotz Beratungskosten wegen der jüngsten Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven stieg auch der Gewinn, wie der MDax-Konzern am Donnerstag in Bad Vilbel mitteilte.

Der Grippostad-Hersteller bestätigte seine Ziele für das laufende Jahr, kündigte aber ein gemessen am dritten Quartal schwächeres letztes Quartal an. Grund seien Marketingkosten und Währungseffekte, etwa wegen des schwachen britischen Pfunds und des russischen Rubels.

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Von Juli bis Ende September konnte Stada seinen Umsatz um 9 Prozent auf knapp 555 Millionen Euro erhöhen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 12 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 18,9 Millionen Euro nach 18,3 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Bain und Cinven hatten Stada im August nach langer Übernahmeschlacht im zweiten Anlauf gekauft. Mit einem Preis von 5,3 Milliarden Euro war es eine der teuersten Übernahmen einer deutschen Firma durch Finanzinvestoren. Bain und Cinven wollen mit Stada global expandieren und dabei auch Zukäufe nutzen. Zuletzt hatte der frühere Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht das Ruder übernommen, der sich gegen einen Stellenabbau gewandt hatte.

Die Finanzinvestoren wollen demnächst einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abschließen, um bei Stada durchzuregieren. Darüber muss noch eine außerordentliche Hauptversammlung abstimmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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