Pharmaunternehmen: Bionorica will Cannabis-Schmerzmittel auf den Markt bringen

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Eine Hanf-Pflanze.

von Jürgen Salz

Das deutsche Pharmaunternehmen Bionorica will möglichst bald ein günstiges Schmerzmedikament auf Basis von Cannabis auf den Markt bringen.

Das mittelständische Unternehmen, bekannt durch seine Erkältungsmittel Sinupret und Bronchipret, hat bereits einen Zulassungsantrag beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn gestellt, bestätigte Unternehmenschef Michael Popp der WirtschaftsWoche. Voraussichtlich im Herbst wird das Institut über die Zulassung entscheiden.

Medizinisches Cannabis Das Gras wird knapp

Einige hundert Schmerzpatienten in der Bundesrepublik dürfen legal Cannabis konsumieren. Mitunter müssen sie aber wochenlang auf ihr Medikament warten – wenn die Niederländer Lieferschwierigkeiten haben.

Nach einer offiziellen Statistik dürfen derzeit bundesweit 382 Schmerzpatienten ganz legal Cannabis beziehen. Quelle: AFP

Schon jetzt bietet Bionorica das Cannabis-Medikament Dronabinol an, das aber in Apotheken erst zusammengemischt wird. Es wird bisher nur wenigen Schmerzpatienten verabreicht, bei denen andere Mittel nicht mehr wirken. Bisher gilt Dronabinol nicht als klassisches Arznei-, sondern als Betäubungsmittel und ist damit prinzipiell von den Krankenkassen nicht erstattungsfähig. Die Kosten von 600 bis 700 Euro im Monat müssen die Patienten daher selbst zahlen. Durch die neue Zulassung soll sich das nun ändern.

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Bionorica will das Schmerzmedikament in fertiger Form und deutlich preisgünstiger auf den Markt bringen. Es soll insbesondere Krebs- und HIV-Kranken mit starken Schmerzen helfen. „Dronabinol soll in Deutschland so erfolgreich sein wie unser Hauptprodukt Sinupret“, sagte Popp der WirtschaftsWoche. Laut Branchenschätzungen erwirtschaftet das Schnupfenmittel immerhin jährlich einen höheren zweistelligen Millionenbetrag.

Bionorica produziert Dronabinol seit zehn Jahren. Die Hanfpflanzen lässt das Unternehmen von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Wien herstellen, weil der Anbau in Deutschland verboten ist.

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