Porsche SE und Volkswagen: Ferdinand Piëch soll Posten verlieren

Porsche SE und Volkswagen: Ferdinand Piëch soll Posten verlieren

, aktualisiert 12. März 2017, 00:02 Uhr
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Der 79-Jährige war VW-Aufsichtsratschef und ist derzeit noch Mitglied des Kontrollgremiums der Porsche SE.

Quelle:Handelsblatt Online

Ferdinand Piëch dürfte Einfluss bei der VW-Großaktionärin Porsche SE verlieren. Die Familien Piëch und Porsche wollen den 79-Jährigen nicht wieder in das Aufsichtsgremium wählen, berichtet die „Bild am Sonntag“.

Stuttgart/WolfsburgDie Familien Porsche und Piëch wollen nach Informationen der „Bild am Sonntag“ (BamS) dem ehemaligen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sein Aufsichtsratsmandat bei der Porsche SE entziehen. Die Clans hätten sich geeinigt, Piëch im Zuge einer Umstrukturierung des Gremiums zu entmachten, schreibt das Blatt. Die Porsche SE gilt als eigentliches Machtzentrum Volkswagens, weil dort die milliardenschwere VW-Beteiligung der Mehrheitseigner-Familien liegt.

Im zwölfköpfigen Aufsichtsrat sitzen alle wichtigen Familienvertreter, an der Spitze Wolfgang Porsche, Ferdinands Cousin. Die sechs Arbeitnehmervertreter hätten allerdings kürzlich angekündigt, sich aus dem Gremium zurückzuziehen. Deshalb stehe bei der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart die komplette Neuwahl des Aufsichtsrats an.

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Die Familien bestimmen ihre sechs Vertreter, gesetzt sind laut BamS Wolfgang Porsche und Ferdinands Bruder Hans Michel Piëch. Laut Familienbeschluss solle Ferdinand Piëch keine Rolle mehr spielen. „Durch die Neuwahl gibt es die einmalige Chance“, sagte eine mit der Sache vertraute Person, „Ferdinand Piëch aus dem Gremium zu werfen.“ Offiziell erklärte ein Porsche-Sprecher laut BamS: „Die endgültige Entscheidung fällt im Laufe der nächsten Wochen im Aufsichtsrat.“

Wolfgang Porsche hatte zuletzt öffentlich deutliche Kritik an Ferdinand Piëch geäußert und unter anderem gesagte, Familie könne man sich nicht aussuchen. Die Familien halten über die Porsche SE mit Sitz in Stuttgart 52,2 Prozent der Stammaktien an Volkswagen mit seinen 12 Fahrzeugmarken – dazu gehört auch der Sportwagenbauer Porsche.

Quelle:  Handelsblatt Online
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