Probleme bei ELG: Haniel schraubt Prognose herunter

Probleme bei ELG: Haniel schraubt Prognose herunter

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Wegen Problemen beim Rohstoffhändler ELG senkt die Duisburger Familienholding Haniel ihre Prognose.

Weil der Rohstoffhändler ELG einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbuchen musste, kürzt Haniel seine Gewinnprognose für 2015. Der operative Ertrag werde wohl sinken, heißt es.

Die Duisburger Familienholding Haniel hat ein neues Sorgenkind: Der Rohstoffhändler ELG leidet unter dem stark gesunkenen Nickelpreis und verbuchte im Halbjahr einen Umsatz- und Gewinneinbruch. Die anderen Beteiligungen der Holding, zu denen unter anderem auch der Handelsriese Metro gehört, können das Minus nicht auffangen, wie Haniel am Montag einräumte.

Haniel-Chef Stephan Gemkow streicht deshalb die Ziele für 2015 zusammen. Bereinigt um Unternehmenskäufe und -verkäufe sowie Währungseffekte werde sich der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa zehn Prozent verringern. Im April hatte Gemkow noch Wachstum im einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Auch der operative Ertrag werde wohl sinken, hieß es.

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Aus Furcht vor einer lahmenden Konjunktur in China gehen die Preise für Rohstoffe seit Wochen stark zurück. Allein Mitte August stürzte der Preis für Nickel, das zur Stahl-Herstellung benötigt wird, um über 15,4 Prozent ab. Der Rückgang schlug auch auf die ELG durch. Der Umsatz der Haniel-Gruppe schrumpfte im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 1,982 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank um sechs Prozent auf 109 Millionen Euro.

Haniel hat bereits umfangreiche Aufräumarbeiten im Portfolio hinter sich, das neben dem Rohstoffhändler ELG und der Hygiene-Tochter CWS Boco auch Beteiligungen an den börsennotierten Handelsunternehmen Metro und Takkt umfasst. Hohe Abschreibungen auf Metro hatten die Duisburger 2012 tief in die roten Zahlen gerissen. Haniel packte die Entschuldung an, reduzierte die Anteile an Takkt und Metro und verkaufte den Pharmagroßhändler Celesio für zwei Milliarden Euro.

Zäsur bei der Metro Aufsichtsratschef Haniel geht

Die Duisburger Familienholding Haniel gibt beim Handelsriesen Metro das Heft aus der Hand: Ihr Vertreter Franz Markus Haniel wird künftig nicht mehr an der Spitze des Aufsichtsrats des Düsseldorfer Konzerns stehen.

Aufsichtsratschef Haniel geht  Quelle: dpa

Familienoberhaupt Franz Markus Haniel legte zudem den Aufsichtsratsvorsitz bei Metro nieder, der Anteil an dem Handelskonzern soll bis 2020 auf rund 20 Prozent sinken. Die Duisburger Holding bescheinigte der Metro nun, durch die Veräußerung der Warenhaustochter Kaufhof bei der "strategischen Neuausrichtung einen weiteren Schritt vorangekommen" zu sein. Haniel rechnet deshalb mit Sondererträgen aus der Beteiligung für die zweite Jahreshälfte.

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