Probleme in China: Währungseffekte bremsen Beiersdorf weiter

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Probleme in China: Währungseffekte bremsen Beiersdorf weiter

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Beierdorf sieht sich trotz einen herben Gewinnrückgangs im Sommerquartal auf Kurs für seine Ziele im Gesamtjahr.

Währungsturbulenzen in Schwellenländern haben Beiersdorf auch im Sommerquartal gebremst. Probleme in China erschweren dem Nivea-Hersteller das Geschäft zusätzlich.

Beierdorf sieht sich trotz einen herben Gewinnrückgangs im Sommerquartal auf Kurs für seine Ziele im Gesamtjahr. Vorstandschef Stefan Heidenreich bekräftigte am Donnerstag die unlängst gesenkte Prognose, wonach der Kosmetikkonzern eine operative Rendite von mehr als 13 Prozent anpeilt. Im dritten Quartal lag die Marge bei zehn Prozent noch hinter dieser Zielmarke. Bereits im Frühjahr hatten Währungsturbulenzen in Schwellenländern dem Hamburger Konzern gebremst. Beiersdorf setzt nun auf einen Jahresendspurt, um die gesteckte Zielmarke zu erreichen. "Wir erwarten ein starkes viertes Quartal", sagte Finanzchef Ulrich Schmidt. Von dem Optimismus für das Schlussquartal ließen sich auch die Börsianer anstecken - die Beiersdorf-Aktie legte um mehr als sechs Prozent zu und setzte sich an die Dax-Spitze.

Im Sommerquartal brach der Betriebsgewinn um mehr als ein Viertel auf 156 Millionen Euro ein. Grund war eine weitere Abschreibung auf das defizitäre China-Geschäft. Analysten hatten mit deutlich mehr Gewinn gerechnet. Der Umsatz stieg von Juli bis September um zwei Prozent auf 1,545 Milliarden Euro. Dadurch bügelte Beiersdorf die Wachstumsdelle des zweiten Quartals aus. Seit Jahresbeginn kletterten die Erlöse kaum merklich um ein Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Dazu habe sowohl das größere Kosmetikgeschäft als auch die Klebstoff-Tochter Tesa beigetragen, teilte Beiersdorf mit. "Die Geschäftszahlen der ersten neun Monaten zeigen, dass Beiersdorf sich robust und wetterfest auch für stürmischere Zeiten aufgestellt hat", sagte Heidenreich.

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Das von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Hamburger Traditionsunternehmen macht etwa die Hälfte seiner Erlöse in aufstrebenden Ländern. Anders als Beiersdorf hatte sich der weltgrößte Kosmetikkonzern L'Oreal angesichts eines kräftigen Wachstums in diesen Regionen zuletzt zuversichtlicher geäußert. Neben gut laufenden Geschäften mit Massenprodukten hatte dazu auch eine Verbesserung der Wechselkurse beigetragen. Weil aber das Europa-Geschäft von L'Oreal hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, hatten Experten befürchtet, auch Beiersdorf könnte in seinem Heimatmarkt schlecht abschneiden. Dies bestätigte sich nun nicht.

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Heidenreich hat Beiersdorf seit seinem Amtsamtritt vor fast drei Jahren stärker auf Schwellenländer ausgerichtet, wo immer mehr Menschen Hautcremes und Duschlotionen nutzen. Das wachsende Geschäft in den aufstrebenden Ländern hat allerdings eine Kehrseite: Weil viele Währungen dort auf Talfahrt sind, schrumpfen die Erlöse. Einen Ausgleich hat Beiersdorf durch sein starkes Geschäft auf dem Heimatmarkt in Europa.

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