Quartalszahlen: Adidas hebt nach starkem Quartal erneut Jahresziele an

Quartalszahlen: Adidas hebt nach starkem Quartal erneut Jahresziele an

, aktualisiert 03. November 2011, 09:24 Uhr
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Kleidung von Adidas: Die Rohertragsmarge fällt im dritten Quartal nur leicht.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Konzern will von Krise nichts wissen - er profitiert von der steigenden Kaufkraft in Schwellenländern. Umsatz und Gewinn im dritten Quartal liegen über den Analystenerwartungen. Auch eine Übernahme steht kurz bevor.

MünchenDer Sportartikel-Hersteller Adidas trotzt allen Anzeichen einer sich abkühlenden Konjunktur. Im dritten Quartal 2011 kletterten Umsatz und Gewinn überraschend deutlich, so dass die Prognosen für das Gesamtjahr erneut angehoben wurden, wie der Branchenzweite nach Nike am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Im nächsten Jahr rechnet der Dax-Konzern dank der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine sowie den Olympischen Sommerspielen in London mit kräftigen Impulsen, die die höheren Rohstoffkosten sowie die rasant steigenden Löhne in den asiatischen Produktionsländern überkompensieren sollten.

So dürften die Einnahmen 2012 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz zulegen. Der Gewinn je Aktie soll noch schneller um zehn bis 15 Prozent ansteigen. „Die großen Sportereignisse im nächsten Jahr bieten uns exzellente Chancen, um unsere Dynamik weiter zu beschleunigen“, sagte Vorstandschef Herbert Hainer.

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Das dritte Quartal 2011 war das bisher beste im Jahresverlauf. So kletterte der Überschuss um 14,1 Prozent auf 303 Millionen Euro, die Erlöse währungsbereinigt um 13 Prozent auf 3,74 Milliarden. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 3,64 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 297 Millionen weniger erwartet.

Hohe Wachstumsraten verzeichnete Adidas vor allem beim Verkauf in seinen eigenen Läden, die zudem bessere Margen abwerfen. Regional lief es in den europäischen Schwellenländern und Lateinamerika am besten. Während die Kernmarke mit den drei Streifen kräftig zulegte, schrumpfte die US-Tochter Reebok wegen Währungseffekten um fast vier Prozent. Die wichtige Rohertragsmarge des Konzerns ging nur leicht auf 47,1 Prozent zurück. Nike hatte hier zuletzt ein deutlich höheres Minus verkraften müssen.

Im Gesamtjahr will Adidas den Konzernumsatz nun ohne Währungseffekte um annähernd zwölf Prozent steigern. Bisher war das Management von zehn Prozent ausgegangen. Der Überschuss soll auf das Rekordniveau von 660 Millionen Euro klettern, bisher waren 648 bis 652 Millionen Euro geplant gewesen.

Adidas kündigte zudem an, die kleine US-Outdoor-Marke Five Ten zu kaufen. Das kalifornische Familienunternehmen kommt auf einem Jahresumsatz von rund 16 Millionen Euro und stellt vor allem Schuhe fürs Bergsteigen und Mountainbiken her. Der Preis beträgt 25 Millionen Dollar, kann sich aber je nach Erfolg in den nächsten drei Jahren noch erhöhen. Outdoor-Produkte werden immer beliebter. Adidas hat hier aber noch keine so starke Stellung wie in anderen Bereichen. Bis 2015 soll der Umsatz mit Outdoor-Produkten nun ohne Übernahmen auf mehr als 500 Millionen Euro klettern, nachdem es 2010 erst rund 200 Millionen waren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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