Quartalszahlen: Chrysler beschert Fiat Überschüsse

Quartalszahlen: Chrysler beschert Fiat Überschüsse

, aktualisiert 27. Oktober 2011, 21:01 Uhr
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Fiat-Logo vor der Flagge der USA

von Reuters Quelle:Handelsblatt Online

Für Fiat zahlt sich die Übernahme von Chrysler aus: Das Quartalsergebnis liegt über den Erwartungen. Zwar steigen auch die Schulden kräftig, doch beide Konzerne heben jetzt ihre Jahresziele an.

Mailand/ChicagoDie Übernahme von Chrysler zahlt sich für den italienischen Autobauer Fiat aus. Die Amerikaner trugen mehr als zwei Drittel zum Konzerngewinn im dritten Quartal bei und halfen so, die schwachen Absatzzahlen in Europa auszugleichen. Ein Wermutstropfen blieb jedoch: Die Nettoschulden von Fiat und Chrysler stiegen auf zusammen 5,8 Milliarden Euro an - deutlich mehr als von Analysten erwartet. Fiat begründete dies unter anderem mit Sonderzahlungen an das US-Finanzministerium und an Kanada für den Chrysler-Anteilsausbau. Der von Sergio Marchionne geführte Fiat-Konzern hob seine Ziele fürs Gesamtjahr an: Während er bislang einen Gewinn von etwa 2,1 Milliarden Euro anpeilte, will er nun bei Umsätzen von 58 Milliarden Euro mehr als diese Summe verdienen.

Fiat hatte im Rahmen der Insolvenz des US-Autobauers 2009 das Chrysler-Management übernommen. Derzeit halten die Italiener 53,5 Prozent an dem drittgrößten US-Autobauer nach General Motors und Ford . Bis Ende des Jahres ist eine Erhöhung auf 58,5 Prozent geplant. Bereits jetzt trug Chrysler 556 Millionen Euro zum Fiat-Gewinn von 851 Millionen Euro bei. Während die Chrysler-Verkäufe um 24 Prozent in die Höhe sprangen, lief es für Fiat eher schlecht.

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Ohne die Luxusmarken Ferrari und Maserati ging der Gewinn in den drei Monaten bis Ende September auf 128 Millionen Euro zurück. Den Italienern fehlt es an neuen Modellen, die Käufer überzeugen. Während beispielsweise der deutsche Konkurrent Volkswagen in den ersten neun Monaten in Europa 7,9 Prozent mehr Fahrzeuge losschlug, brach der Fiat-Absatz um zwölf Prozent ein. Einen Großteil trug die Entwicklung auf dem Heimatmarkt Italien bei, wo der Absatz auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren fiel. Zuletzt hatten auch Rivalen wie Daimler und Volkswagen verhaltende Prognosen für die Nachfrageentwicklung in Europa ausgegeben.

Chrysler hebt Ausblick an

Wie Fiat hob auch Chrysler seine Jahresziele an. Für 2011 rechnet der Konzern mit einem Gewinn von etwa 600 Millionen Dollar. Bisher hatte der General-Motors -Konkurrent einen Überschuss zwischen 200 und 500 Millionen Dollar prognostiziert. Im abgelaufenen Quartal verzeichnete das in Auburn Hills ansässige Unternehmen ein Nettoergebnis von 212 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 84 Millionen Dollar zu Buche geschlagen. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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