Quartalszahlen: ThyssenKrupp kommt nicht aus den roten Zahlen

Quartalszahlen: ThyssenKrupp kommt nicht aus den roten Zahlen

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Anhaltende Verluste im US-Stahlgeschäft und die Kosten der Aufräumarbeiten des neuen Konzernchefs Heinrich Hiesinger bescherten Deutschlands größten Stahlkonzern auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 unter dem Strich einen Verlust von 480 Millionen Euro.

Quelle:dpa

Der Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp schreibt weiterhin hohe Verluste. Grund dafür sind wieder die Stahlwerke in Übersee.

Deutschlands größtes Stahl- und Technologieunternehmen startet mit negativen Nachrichten in die zweite Jahreshälfte: Im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2011/12 stand unter dem Strich ein Verlust von 587 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Essen mitteilte.

Erneut belasteten vor allem Verluste in den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA. Auch die vor dem Verkauf an den finnischen Konkurrenten Outokumpu stehende Edelstahlsparte schrieb hohe Verluste. Zudem musste ThyssenKrupp wegen des Preisverfalls von Ende 2011 einen heftigen Gewinnrückgang im lange boomenden europäischen Stahlgeschäft hinnehmen.

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Dagegen hielt sich der Technologiebereich mit dem Aufzuggeschäft, dem Großanlagenbau und der Autozuliefersparte recht stabil. Der operative Gewinn aus dem fortzuführenden Geschäft des Konzerns brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 80 Prozent auf 76 Millionen Euro ein. Damit verfehlte das ThyssenKrupp die Erwartungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten.

Verschuldung steigt an

Zumindest zu den beiden auf ganzer Linie enttäuschenden Vorquartalen gab es aber Verbesserungen. Allerdings stieg die Verschuldung im Quartal auf 6,5 Milliarden Euro an, Ende Dezember lag sie noch bei 5,9 Milliarden. Gründe sind der weitere Hochlauf der Werke in Brasilien und USA sowie die im Januar gezahlte Dividende.

Im Ende September 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr war der Konzern wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf seine amerikanische Stahlsparte und das Edelstahlgeschäft tief in die roten Zahlen gestürzt und hatte einen Nettoverlust von fast 1,8 Milliarden Euro verbucht.

Quelle:  dpa
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