Quartalszahlen von EADS: Airbus glänzt, das Restgeschäft schwächelt

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Quartalszahlen von EADS: Airbus glänzt, das Restgeschäft schwächelt

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Der Hubschrauber "Tiger" im neuen Eurocopter-Entwicklungszentrum in Donauwörth: Vor allem mit Helikoptern hat EADS derzeit seine Schwierigkeiten.

Der Gewinn von Airbus wächst im ersten Quartal 2013 um 91 Prozent. Doch der europäische Luftfahrtkonzern EADAS hat keinen Grund, um sich sich auszuruhen: In anderen Sparten entwickelt sich das Geschäft durchwachsen.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist mit einem Gewinnsprung ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2013 verzeichnete EADS gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg von 91 Prozent auf 241 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte nach Angaben vom Dienstag in Toulouse um 9 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Grundlage des Erfolgs sind gute Zahlen bei der EADS-Tochter Airbus.

Der Flugzeughersteller verzeichnete ein Plus beim Umsatz von 14 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. EADS sieht im Wachstum von Umsatz und Rentabilität eine "Folge gestiegener Auslieferungen von Zivilflugzeugen". EADS-Chef Tom Enders sprach von einem ereignisreichen Quartal. Die Aktionäre hätten der neuen Führungsstruktur zugestimmt, das Aktienrückkaufprogramm schreite voran. Das Management konzentriere sich auf ein anhaltendes Ergebniswachstum für 2013 und darüber hinaus.

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Zudem plagen EADS weiter Sorgen um die Entwicklung des neuen Langstreckenjets. "Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans könnte höhere Rückstellungen zur Folge haben", erklärte EADS. Im Sommer werde sich der Jet voraussichtlich erstmals in die Lüfte erheben, kündigte Wilhelm an. Seit Jahresanfang habe sich einiges getan.

Auch die für dieses Jahr angestrebte Zahl von 700 Bestellungen für Passagiermaschinen wollte Wilhelm nicht modifizieren. Derzeit gebe es eine gute wirtschaftliche Phase. Zusätzliche Schubkraft erwartet der Finanzchef von der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris im Juni.

Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

  • Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

    Umsatz (in Millionen Euro):

    Airbus: 33.103
    Boeing: 27.931

    Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):

    Airbus: 584
    Boeing: 2.699

    Beschäftigte:

    Airbus: 55.000
    Boeing: 80.000

    Angaben für 2011

  • Auftragsbestand

    Flugzeuge:

    Airbus: 4.437
    Boeing: 3.371

    Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):

    Airbus: 495.513
    Boeing: 226.487

    Angaben für 2011

  • Bestellungen und Auslieferungen

    Bestellungen 2011:

    Airbus: 1.419
    Boeing: 805

    Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):

    Airbus: 384
    Boeing: 666

    Auslieferungen 2011:

    Airbus: 534
    Boeing: 477

Probleme bei Helikopter-Sparte drücken den Umsatz
Abgesehen von Airbus haben sich die anderen Sparten zuletzt aber eher durchwachsen entwickelt. Der Umsatz der Rüstungssparte stagnierte zwar noch, allerdings sind hier die Neubestellungen ebenso rückläufig wie bei der Hubschraubersparte Eurocopter und dem Raumfahrtableger Astrium. Vor allem mit Helikoptern hat EADS derzeit seine Schwierigkeiten.

So haben technische Probleme der Super-Puma-Hubschrauber der Eurocopter-Tochter den Umsatz um 13 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro gedrückt. In der Raumfahrtsparte verzeichnete die Konzerntochter Astrium in den ersten drei Monaten 1,4 Milliarden Euro Umsatz, was einem Plus gegenüber dem Vorjahresquartal von drei Prozent entspricht. Die Rüstungstochter Cassidian lieferte mit 941 Millionen Euro eine leichte Umsatzsteigerung von 1,7 Prozent.

Gleichzeitig hat die Bundeswehr das Programm zur Beschaffung der von EADS ausgestatteten Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ gestoppt. Grund sind nach dpa-Informationen aus dem Verteidigungsministerium massive Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum. Bisher sind in das Projekt 508 Millionen Euro Entwicklungsmittel geflossen. Die Bundeswehr hatte die Anschaffung von fünf der US-Drohnen geplant, die mit spezieller Aufklärungstechnik von EADS ausgestattet werden sollten. Das Verteidigungsministerium erwägt nun, die Technik in eine andere Drohne oder ein bemanntes Flugzeug zu integrieren.

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