Ratiopharm-Mutter: Teva bekommt Konkurrenz in USA zu spüren

Ratiopharm-Mutter: Teva bekommt Konkurrenz in USA zu spüren

, aktualisiert 02. November 2017, 15:47 Uhr
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Die Ratiopharm-Mutter senkt erneut die Prognose für das Gesamtjahr.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ratiopharm-Mutter Teva hat ihre Prognose für das Gesamtjahr erneut gesenkt. Vor allem das Generikageschäft lief zuletzt schlechter. An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktie brach ein.

JerusalemDie Ratiopharm-Mutter Teva senkt wegen der starken Konkurrenz auf dem US-Markt erneut die Prognose für das Gesamtjahr. Sowohl beim Gewinn je Aktie als auch beim Umsatz zeigte sich der weltweit führende Generikahersteller am Donnerstag pessimistischer. Bereits im dritten Quartal verdiente Teva mit einem Dollar je Aktie deutlich weniger als vor Jahresfrist. Vor allem das Generikageschäft lief schlechter, der Gewinn der Sparte fiel auf 619 Millionen Dollar von 982 Millionen Dollar. An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktie brach um 14 Prozent ein.

Der neue Teva-Chef Kare Schultz übernimmt zu einem Zeitpunkt das Ruder, zu dem das Unternehmen mit Schwierigkeiten in den USA und einem Preisverfall bei Nachahmermedikamenten zu kämpfen hat. Doch auch das wichtigste Einzelprodukt, das selbst entwickelte Medikament Copaxone zur Behandlung von Multiple Sklerose, steht unter Druck. Hier läuft der Patentschutz aus, früher als erwartet kommen Nachahmerprodukte auf den Markt. Schultz Vorgänger war nach scharfer Kritik über kostspielige Zukäufe und Verzögerungen bei neuen Medikamenten im Februar zurückgetreten. Teva ist vor allem wegen der 40,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Generika-Geschäfts Actavis vom US-Konzern Allergan im vergangenen Jahr hoch verschuldet.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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