Renditeziel 16 Prozent: Henkel-Familie verkauft keine Anteile

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Der Waschmittelkonzern Henkel will auch weiterhin keine Anteile verkaufen

Henkel zerstreut die Gerüchte um einen möglichen Anteile-Verkauf. Der Düsseldorfer Waschmittelkonzern Henkel wird sein Renditeziel von 14 Prozent voraussichtlich zum Jahresende erreichen und die Rate innerhalb der nächsten zwei Jahre um weitere zwei Prozentpunkte steigern.

„Wir haben einen Gewinnzuwachs pro Aktie von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr formuliert, dazu ein Umsatzziel von heute rund 16 auf 20 Milliarden Euro. Bis 2016 lässt sich daraus eine Gewinnmarge von 15,7 bis 16,2 Prozent ableiten“, sagte die Henkel-Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah der WirtschaftsWoche.“ Mit dieser Aussage tritt Bagel-Trah Kritik von Investoren entgegen, Henkel habe in seinen kürzlich vorgestellten Finanzzielen bis 2016 keine Renditeziele genannt. Für 2012 sei Henkel „auf sehr gutem Weg“, die angekündigte Rendite von 14 Prozent zu erreichen.
Zugleich zerstreute Bagel-Trah Spekulationen, wonach Teile der Henkel-Familie 2016 erstmals von der Möglichkeit Gebrauch machen könnten, Anteile am Unternehmen zu verkaufen: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das nicht passieren wird. Wir haben bei Henkel eine gute und lange Tradition, auf die wir unsere Zukunft bauen wollen. Wir haben eine ausgezeichnete Grundstimmung in der Familie, insbesondere in meiner Generation, die jetzt in der Verantwortung ist“. Bagel-Trah ist zugleich Vorsitzende des Henkel-Gesellschafterausschuss, in dem sich die Henkel-Erben absprechen.

Henkel-Aufsichtsratschefin befürwortet höhere Einkommensteuern

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Henkel-Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah befürwortet statt der Einführung einer Vermögenssteuer die Erhöhung der Einkommensteuern. „Es würde in allen politischen Lagern und in der Bevölkerung wohl auf mehr Akzeptanz stoßen, wenn die Ertragsteuern erhöht würden“, sagte sie der WirtschaftsWoche. „Wenn es sich in einem wettbewerbsfähigen Rahmen hält, wäre das immer noch besser als die Einführung einer Vermögensteuer.“

Henkel plant bis zu 40 Prozent Frauen im Management

Der Waschmittelkonzern Henkel will bis 2018 den Anteil von Frauen im Management von derzeit 30 kontinuierlich vergrößern. „Diesen Anteil wollen wir jährlich um ein bis zwei Prozentpunkte steigern“, sagte die die Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer Konzerns, Simone Bagel-Trah, der WirtschaftsWoche. Damit stiege der Frauenteil in fünf Jahren auf bis zu 40 Prozent. Gleichwohl nannte Bagel-Trah eine vorgeschriebene Frauenquote „falsch“: „Ein Unternehmen kann durch die Gestaltung der Rahmenbedingungen und durch Vorbilder die Ziele auch ohne starre Vorgabe erreichen.“ Jedes Unternehmen solle selbst Ziele für die Förderung von Frauen festlegen.
Bagel-Trah kritisierte zugleich scharf die von der Bundesregierung geplante Einführung eines Betreuungsgeldes für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine öffentliche Kindertagesstätte schicken. „Das ist nicht meine favorisierte Lösung. Es ist in Deutschland für eine Frau immer noch schwer, Karriere und Kind unter einen Hut zu bekommen“, sagte sie der WirtschaftsWoche. „Die Mittel für das Betreuungsgeld sollten lieber in Angebote gesteckt werden wie Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Stattdessen werden finanzielle Anreize geschaffen, damit gut ausgebildete Frauen daheim bleiben.“

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