Rheinmetall: Panzer entwickeln sich zu Ladenhütern

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Rheinmetall: Panzer entwickeln sich zu Ladenhütern

Der Rüstungskonzern Rheinmetall konnte seine Umsätze ausbauen - jedoch nicht mit Panzern & Co, sondern mit der Autosparte. Sobald diese an die Börse geht, muss sich der Konzern etwas überlegen, um seine Panzer unters Volk zu bringen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall aus Düsseldorf bleibt auf Wachstumskurs. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um neun Prozent beziehungsweise 178 Millionen Euro auf 2,25 Milliarden Euro, wie Rheinmetall am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 127 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Verbesserungen im Zinsergebnis und ein im Vorjahresvergleich geringerer Steueraufwand erhöhten den Konzernüberschuss auf 82 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr steigt damit auf 2,20 Euro. So weit, so gut. Jedoch war es nicht die Rüstung, die dem Konzern das Wachstum bescherte, sondern die Autosparte.

Goldene Autozahlen

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Der Verkauf der Autoteile bescherte Rheinmetall im ersten Halbjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 1,24 Milliarden Euro. Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Und schon 2011 stand die Sparte glänzend da. In der Summe noch nicht berücksichtigt sind die Ergebnisse aus den Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen, die der Sparte nochmal 196 Millionen Euro Umsätze bescheren. Dies entspricht einem Wachstum von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ebit der Autosparte ist, verglichen mit dem Vorjahr, ebenfalls gewachsen. Um zwölf Prozent ging es nach oben - auf insgesamt 85 Millionen Euro. Der Bereich Autoteile brachte dem Rüstungskonzern damit insgesamt eine Renditesteigerung von 6,8 Prozent.

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Für den geplanten Börsengang der Autosparte stehen die Zeichen also gut. Auch wenn Rheinmetall die IPO im Juni vorerst wegen wirtschaftlicher Unwägbarkeiten verschoben hatte. Das Tochterunternehmen mit dem Namen KSPG AG - früher Kolbenschmidt Pierburg - sollte sich ursprünglich bis Ende Juni 2012 aufs Parkett wagen.

Schwierigkeiten der Rüstungssparte

Wie Rheinmetall betonte, bleibe der Börsengang allerdings weiterhin eine Option, die das Unternehmen zu gegebener Zeit erneut prüfen werde. Konzernchef Klaus Eberhardt zeigte sich von der Wachstumsstärke und der bedeutenden Rolle von KSPG als internationaler Automobilzulieferer überzeugt. "Wir stehen unter keinem Zeitdruck" erklärte er. Sobald KSPG an die Börse geht, ist die Wandlung vom Krämerladen von einst zum reinen Rüstungskonzern vollzogen. Und dann könnten Schwierigkeiten auf Rheinmetall zukommen. Die Rüstungssparte steht nämlich zumindest im ersten Halbjahr 2012 nicht mehr so gut da wie noch im vorigen Jahr, als die Sparten Rüstung und Autozulieferung fast gleich groß waren.

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