Rhön-Klinikum: Großaktionär Braun baut Einfluss aus

Rhön-Klinikum: Großaktionär Braun baut Einfluss aus

, aktualisiert 07. Juni 2017, 16:33 Uhr
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Das Unternehmen der Familie von Ludwig Georg Braun, des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Industrie- und Handelskammer, hatte er kürzlich seine Rhön Beteiligung auf gut 25 Prozent erhöht.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Braun-Finanzchefin Annette Beller bekommt einen Sitz im Aufsichtsrat des Krankenhaus-Betreibers Rhön Klinikum und erzielt einen Teilsieg für den Medizintechnikkonzern im Kampf der Großaktionäre.

FrankfurtIm Kampf der Großaktionäre um Einfluss beim Krankenhaus-Betreiber Rhön Klinikum hat der Medizintechnikkonzern B. Braun Melsungen einen Etappensieg errungen. Die Rhön-Hauptversammlung billigte am Mittwoch in Frankfurt den Einzug von Braun-Finanzchefin Annette Beller in den Aufsichtsrat. Damit verfügt der hessische Klinik-Zulieferer über zwei Sitze im Kontrollgremium des Krankenhaus-Konzerns. Das Unternehmen der Familie von Ludwig Georg Braun, des ehemaligen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hatte erst kürzlich seine Rhön-Beteiligung auf gut 25 Prozent von zuletzt 22,4 Prozent aufgestockt und hält damit eine Sperrminorität.

Der zweite Großaktionär, der Hamburger Krankenhaus-Konzern Asklepios, kommt inzwischen ebenfalls auf etwas mehr als 25 Prozent. Rhön-Chef Stephan Holzinger erklärte auf die Frage nach einer Repräsentanz des Konkurrenten im Aufsichtsrat, von Asklepios sei kein Wahlvorschlag für den vakanten Sitz eingegangen. Rhön-Firmengründer und Aufsichtsrats-Chef Eugen Münch räumte Spannungen zwischen den Großaktionären ein, betonte aber das Vertrauen in das Unternehmen: "Wir sind unter den Eignern nicht so, dass wir uns ständig umarmen", sagte Münch. "Aber keiner würde über den anderen sagen, das ist ein Geldverbrenner." Münch selbst verfügt zusammen mit seiner Frau Ingeborg über knapp 17 Prozent an Rhön und schickt sich an, den Anteil zu erhöhen: Er hat Termingeschäfte geschlossen, die dem Ehepaar einen Anteil von knapp 23 Prozent sichern.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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