Rorstedt ist schon einen Schritt weiter: Alles wieder auf Null bei Henkel

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KommentarRorstedt ist schon einen Schritt weiter: Alles wieder auf Null bei Henkel

von Mario Brück

Die Langfristziele bis Ende 2012 sind unter Dach und Fach. In London stellt Henkel-Chef Kasper Rorsted heute seinen neuen Vierjahresplan vor.

Es ist so gut wie vollbracht. Seinen ersten Vierjahresplan, der am Ende dieses Jahres erreicht sein soll, kann Henkel-Chef Kasper Rorsted nach drei Jahren und neun Monaten so gut wie abhaken. Zur Erinnerung: Im Herbst 2008 hatte Rorsted angekündigt, bis 2012 eine bereinigte Umsatzrendite von 14 Prozent und ein jährliches organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent erreichen zu wollen - allen unvorhersehbaren Konjunktureinbrüchen zum Trotz.

Jetzt fehlt Rorsted noch ein Quartal. Drei Monate. Rund 90 Tage. Ein kleines Polster hat er sich für die letzten Kilometer im Vierjahres-Marathon zugelegt: Das organische Umsatzwachstum lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 3,7 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite wurde auf 14,3 Prozent gesteigert. Doch Rorsted warnte kürzlich im Gespräch mit der WirtschaftsWoche: „Wir sind auf Kilometer 39 unseres Marathons, aber noch nicht am Ziel. Jeder Monat zählt - wir dürfen nicht anfangen, den Sieg schon zu feiern."

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Umsatzplus Henkel trotzt der Krise

Der Konsumgüterhersteller Henkel stemmt sich mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus gegen die konjunkturelle Abkühlung. Der Düsseldorfer Hersteller von Pritt und Persil konnte im dritten Quartal zulegen.

Henkel Kaspar Rorsted Quelle: dpa

Geschenkt. Was soll er auch anderes sagen. Fakt ist: Rorsted ist längst einen Schritt weiter. Wieder in London, wie schon vier Jahre zuvor, gibt er den Startschuss für den nächsten Marathon. Und der geht erneut über die Distanz von vier Jahren, also bis 2016. Bis dahin soll der Umsatz von zuletzt 15,6 Milliarden Euro auf 20 Milliarden Euro steigen. Dabei liege der Fokus, wie Rorsted mitteilt, auf den stärksten Marken und auf dem Ausbau des Geschäfts in Wachstumsregionen.

Die Hälfte des Umsatzes soll bis dahin aus diesen Regionen stammen. Um diesen Schub zu gewährleisten, will Henkel die Sachinvestitionen auf rund zwei Milliarden Euro aufstocken. Die Topmarken sollen ein stärkeres Gewicht bekommen und weltweit 60 Prozent des Geschäftes bringen. Weniger profitable Marken können dafür aus dem Portfolio fallen. Diese Entwicklung soll direkt auf den Gewinn durchschlagen. Bis 2016 peilt Henkel einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie von im Schnitt jährlich zehn Prozent an.

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