Rüstungsgeschäft: Zweites Standbein hilft Diehl in der Krise

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Rüstungsgeschäft: Zweites Standbein hilft Diehl in der Krise

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Vorstandschef Thomas Diehl: "Noch Spielraum nach oben."

Angesichts klammer Kassen sparen viele Staaten bei der Rüstung. Das bekommt auch der Technologiekonzern Diehl zu spüren. Schub verleiht dem Familienunternehmen vor allem die zivile Luftfahrt - das dürfte auch erstmal so bleiben.

Harte Zeiten für den Technologiekonzern Diehl: Angesichts von Kürzungen in den Wehrhaushalten in seiner Rüstungsparte spürt das Unternehmen weiter Gegenwind. Allerdings kann das Familienunternehmen die Einbußen an anderer Stelle ausgleichen, vor allem das starke Geschäft mit der zivilen Luftfahrt verleiht dem Konzern Auftrieb, auch in der Sparte Messungstechnik legte Diehl im Jahr 2013 kräftig zu. Zusammen machen die beiden Bereiche bereits mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Und der Anteil dürfte noch weiter wachsen.

Helfen werden dabei die vollen Auftragsbücher für die zivile Luftfahrt, dem „Star der fünf Teilkonzerne“, wie Konzernchef Thomas Diehl am Dienstag bei der Vorlage der Bilanz 2013 erklärte. „In diesem Bereich können wir die Umsatzmilliarde wahrscheinlich gar nicht mehr vermeiden.“ Angesichts der vielen Aufträge für Flugzeughersteller ziehe das eigene Geschäft automatisch mit. Sowohl Boeing als auch Airbus verzeichneten Rekorde im Auftragseingang und in den Auslieferungszahlen, was die Produktionsraten der Hersteller tendenziell ansteigen lassen werde. Die Auftragslage sei sehr gut, was auch dem Zuliefergeschäft für den Airbus A380 zu verdanken sei.

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Insgesamt wuchs der Umsatz des Konzerns im vergangenen Jahr leicht um 2,6 Prozent auf gut 2,9 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte von gut 30 auf 48 Millionen Euro. Damit habe man das Ergebnis zwar leicht verbessert, trotzdem kündigte Vorstandschef Thomas Diehl an, „noch Spielraum nach oben“ zu haben. „Wir müssen besser werden und wir haben auch das Potenzial dafür“, sagte er.

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Das Geschäft im zivilen Luftfahrtbereich ist für Diehl umso wichtiger, weil das Rüstungsgeschäft unter den sinkenden Verteidigungsetats vieler Staaten leidet. „Wir sind uns bewusst, dass der Markt schrumpft. Das Wehrtechnikgeschäft ist schwierig geworden“, sagte Konzernchef Diehl. Allerdings sei der Umsatzrückgang 2013 in der Sparte geringer ausgefallen als im Jahr zuvor. Im vergangenen Jahr gingen die Erlöse im Rüstungsgeschäft um gut 3 Prozent auf 533 Millionen Euro zurück. Grundsätzlich setze sich der Nachfragerückgang jedoch fort, betonte Diehl. Trennen wolle sich der Konzern von der Sparte auf absehbare Zeit aber keinesfalls.

Diehl beschäftigt weltweit gut 14 500 Menschen, in der Rüstungssparte arbeiten rund 2900 davon.

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