„Sailing Yacht A“: Streit um weltgrößte Segeljacht beigelegt

„Sailing Yacht A“: Streit um weltgrößte Segeljacht beigelegt

, aktualisiert 21. Februar 2017, 19:15 Uhr
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Der Millionen-Streit um die Bezahlung der größten Segeljacht der Welt ist beigelegt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die in Gibraltar an die Kette gelegte „Sailing Yacht A“ darf bald ablegen. Vor einem Gericht einigten sich die Parteien, auf welche Treuhandkonten die restlichen Forderungen von 15,3 Millionen Euro fließen sollen.

Gibraltar/KielDer Millionen-Streit um die Bezahlung der größten Segeljacht der Welt ist beigelegt. Vor einem Gericht in Gibraltar einigten sich nach mehreren Anhörungen die Anwälte des Auftraggebers der Jacht, des russischen Milliardärs Andrej Melnitschenko, und die Anwälte der schleswig-holsteinischen Werft Nobiskrug am Dienstag. Das bestätigten die beiden Parteien der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord aus Gibraltar darüber berichtet. Es ging demnach um Restforderungen der Werft Nobiskrug als Projektträger in Höhe von 15,3 Millionen Euro.

Die Privatjacht der Superlative ist in Kiel gebaut worden und hat die Fördestadt vor gut zwei Wochen verlassen. Die „Sailing Yacht A“ soll nach Spekulationen um die 400 Millionen Euro gekostet haben. Seit einer Woche lag der keilförmige Dreimaster mit dem futuristischen Aussehen in Gibraltar an der Kette - erwirkt von Nobiskrug als Druckmittel bis zur juristischen Klärung.

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„Der bedauernswerte Vorgang um „Sailing Yacht A“ ist jetzt gelöst“, teilte Melnitschenkos Sprecher in London, Alex Andreev, mit. „Die Jacht wird nun dem Projektteam des Besitzers übergeben und Gibraltar in Kürze verlassen.“ Ein Sprecher der deutschen Werft erklärte: „Nobiskrug zeigt sich mit dem Richterspruch hoch zufrieden. Das Gericht hat unserer Argumentation und Sicherungsinteresse in vollem Umfang Rechnung getragen.“

Strittig ist laut NDR 1 Welle Nord gewesen, wo die Restsumme treuhänderisch liegen soll. Die Einigung sehe vor, dass die Schlussrate von 9,8 Millionen Euro weiterhin auf einem Treuhandkonto der Anwälte Melnitschenkos in London bleibe. Nobiskrug habe dies für unsicher gehalten, da der Eigner auf das Geld leichter Zugriff habe. Weitere 5,5 Millionen Euro sollen den Angaben zufolge auf ein Treuhandkonto in Gibraltar fließen, auf das die Anwälte von Nobiskrug Zugriff haben sollen. Das Geld sei für Arbeiten von Subunternehmern von Nobiskrug vorgesehen. Zu diesen von Details machten die Parteien selber keine Angaben.

Fünf Jahre Bauzeit

Die einzigartige Luxusjacht hatte nach Medienberichten Gibraltar eigentlich nur zu einem Tankstopp angelaufen - unterwegs nach Spanien zu weiteren Arbeiten bei der Innenausstatttung. Die offizielle Übergabe an den Eigner ist für das späte Frühjahr vorgesehen.

Nach fünf Jahren Bauzeit hatte das gigantische Segelschiff, das mit 143 Metern deutlich länger ist als zum Beispiel das Marine-Segelschulschiff „Gorch Fock“ (Länge: 89 Meter) und doppelt so hohe Masten (90 Meter) hat, Anfang Februar Kiel verlassen.

Die Jacht mit acht Decks bietet drei Pools, eine Panorama-Lounge unterhalb der Wasserlinie und hat neben Beibooten auch ein eigenes U-Boot an Bord. Die 3700 Quadratmeter Segelfläche sind groß wie ein halber Fußballplatz.

Für Melnitschenko ist die Segeljacht nicht das erste Schiff. Der französische Stardesigner Philippe Starck hatte für den Russen vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motorjacht „A“ entworfen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.

Quelle:  Handelsblatt Online
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