Schadensersatz wegen Diesel-Skandal: 15.000 VW-Kunden schließen sich Klage an

Schadensersatz wegen Diesel-Skandal: 15.000 VW-Kunden schließen sich Klage an

, aktualisiert 06. November 2017, 16:28 Uhr
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Rund 70 Nebenkläger bringen am 06.11.2017 zusammen mit der US-Kanzlei Hausfeld und Internetplattform myright die Klagen im VW-Abgasskandal von mehr als 15 000 Betroffenen zum Landgericht in Braunschweig (Niedersachsen). (zu dpa «Genehmigung falsch, Kaufpreis zurück? 15 000 Kunden klagen gegen VW» vom 06.11.2017) Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle:Handelsblatt Online

Während US-Kunden von VW vor Gericht Schadenersatz erstreiten, gehen deutsche Kunden bisher leer aus. Nun reicht „myright.de“ Klage vor dem Landgericht Hannover ein – stellvertretend für mehr als 15.000 Betroffene.

BraunschweigMehr als 15.000 Besitzer manipulierter Diesel haben am Montag über die Internetplattform „myright.de“ eine Schadenersatzklage gegen Volkswagen eingereicht. Begleitet von einem großen Medienaufgebot fuhren dafür etwa 50 Betroffene gemeinsam in einem Bus am Landgericht Braunschweig vor. Nach Angaben des Rechtsdienstleisters „myright.de“ beläuft sich die Schadensumme auf mehr als 350 Millionen Euro. Für die genau 15.374 Geschädigten verlange man Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe der Fahrzeuge.

„Deutsche Kunden sind nicht Kunden zweiter Klasse. Sie haben dieselben Rechte und Ansprüche wie US-Kunden“, sagte Christopher Rother von der US-Kanzlei Hausfeld. Das sei die Botschaft an Volkswagen, den Bund und das Land Niedersachsen.

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Trotz der umfangreichen Klage werde es am Landgericht den gewohnten Ablauf geben, betonte eine Sprecherin. Die eingegangenen Unterlagen würden geprüft, mit einem Aktenzeichen versehen und einem zuständigen Richter übermittelt, der über den weiteren Ablauf entscheidet. „Wir haben seit Anfang des Jahres zwei Spezialkammern eingerichtet, die auf entsprechende Verfahren eingerichtet sind“, so die Sprecherin.

Nach Angaben eines VW-Sprechers wurde bislang in gut 900 zivilrechtlichen Fällen entschieden - und in 70 bis 75 Prozent dieser Fälle hätten die Richter die Klage abgewiesen. Insgesamt seien gut 7000 zivilrechtliche Verfahren anhängig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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