Schaeffler: Autozulieferer profitiert von weniger Schulden

Schaeffler: Autozulieferer profitiert von weniger Schulden

, aktualisiert 08. März 2017, 09:18 Uhr
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Die Autozuliefer-Sparte wächst – besonders durch das China-Geschäft.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Autozulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach konnte durch Schuldenabbau und weniger Zinsen den Nettogewinn steigern. Doch die Industriesparte macht weiterhin Probleme. Die Aktionäre können sich trotzdem freuen.

FrankfurtEin drastischer Schuldenabbau übertüncht beim Autozulieferer Schaeffler die Schwächen in der Industriesparte. Der Nettogewinn schnellte im abgelaufenen Jahr um 45 Prozent auf 859 Millionen Euro, weil das Familienunternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach gut 200 Millionen Euro weniger Zinsen zahlen musste. Die Schuldenlast sank zum Jahresende um 2,3 Milliarden auf 2,6 Milliarden Euro, wie Schaeffler am Mittwoch mitteilte. Die Aktionäre sollen deshalb eine um 15 auf 50 Cent erhöhte Dividende bekommen.

Operativ kam der Konzern mit weltweit fast 87.000 Beschäftigten dagegen kaum voran: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten (Ebit) verbesserte sich nur leicht auf 1,70 (1,68) Milliarden Euro.

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Der Umsatz verbesserte sich währungsbereinigt um 3,4 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, der Zuwachs lag aber am unteren Rand der eigenen Erwartungen. Ein Umsatzrückgang um fünf Prozent im Industrie-Geschäft trübte das Bild, während die Autozuliefer-Sparte um sechs Prozent wuchs. Vor allem das Geschäft in China schob die Umsätze an. Vorstandschef Klaus Rosenfeld zeigte sich trotzdem zufrieden: "2016 war ein starkes Jahr. Wir sind gut aufgestellt."

Für das laufende Jahr macht Schaeffler leichte Abstriche an den Zielen. Der Umsatz werde um vier bis fünf Prozent zulegen, kündigte Rosenfeld an. Bisher hatte er bis zu sechs Prozent für möglich gehalten. Doch das Geschäft mit der Industrie werde erneut stagnieren. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll aber vor Sondereffekten wie geplant zwischen 12 und 13 Prozent liegen. 2016 hatte Schaeffler 12,7 Prozent geschafft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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