Schaeffler: Autozulieferer sieht MDax-Aufstieg in greifbarer Nähe

Schaeffler: Autozulieferer sieht MDax-Aufstieg in greifbarer Nähe

, aktualisiert 22. April 2016, 15:51 Uhr
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Jürgen Thumann (l-r), seine Ehefrau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Gesellschafterin der Schaeffler AG, ihr Sohn Georg Schaeffler, Aufsichtsratsvorsitzender und Gesellschafter, und der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld beim Börsengang des Unternehmens in Frankfurt am Main.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein gutes halbes Jahr ist der Autozulieferer Schaeffler an der Börse. Bei der Hauptversammlung in Nürnberg nährte Vorstandschef Klaus Rosenfeld Hoffnungen auf einen baldigen Aufstieg in den MDax.

NürnbergDer Auto- und Industriezulieferer Schaeffler blickt nach dem Börsengang im vergangenen Jahr und dem voranschreitenden Schuldenabbau optimistisch in die Zukunft: Die Struktur- und Refinanzierungsmaßnahmen der letzten Jahre seien abgeschlossen, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Freitag in Nürnberg bei der ersten öffentlichen Hauptversammlung. „Wir können uns nunmehr vollständig auf das operative Geschäft konzentrieren.“

Rosenfeld sorgte zu Beginn seiner Rede mit einem Versprecher für Schmunzeln: Er sehe einen Aufstieg in den Dax in greifbare Nähe gerückt, betonte er. „Gemeint war natürlich der MDax, alles andere wäre vermessen“, stellte er später richtig.

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Die Anleger des im SDax notierten Börsenneulings erhalten eine Dividende in Höhe von 35 Cent pro Vorzugsaktie sowie eine Sonderdividende in Höhe von 15 Cent pro Aktie. „Für die nächsten Jahre haben wir uns vorgenommen, kontinuierlich Dividenden in dieser Größenordnung auszuschütten“, sagte Rosenfeld vor knapp 500 Aktionären. Die Sonderzahlung sei jedoch eine einmalige Sache aufgrund des erfolgreichen Börsengangs.

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, begrüßte den Börsengang von Schaeffler: „Sie bereichern den Kurzettel enorm. Bislang stand Herzogenaurach für Puma und Adidas, die müssen sich nun warm anziehen.“

Schaeffler will sich in den kommenden Jahren zum Systemhersteller wandeln. Dabei liege ein Hauptaugenmerk auf der Entwicklung von umweltfreundlichen Antrieben, sagte Rosenfeld. „In Zukunft werden wir uns noch stärker als bisher mit der Hybridisierung und Elektrifizierung von Antrieben beschäftigen.“

Die Conti-Übernahme zu Beginn der Finanzkrise 2008 hatte Schaeffler beinahe in den Ruin getrieben. Die Franken drückten daraufhin gut 12 Milliarden Euro Schulden, zuletzt betrug der Schuldenstand 4,9 Milliarden Euro. Bis 2018 will Schaeffler eine weitere Milliarde Euro aus eigener Kraft tilgen. Ein weiterer Schuldenabbau über den Kapitalmarkt ist laut Rosenfeld nicht vorgesehen. „Es sind keine weiteren Aktien geplant.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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