Schmiergeldskandal: Odebrecht muss Milliardenstrafe zahlen

Schmiergeldskandal: Odebrecht muss Milliardenstrafe zahlen

, aktualisiert 18. April 2017, 02:03 Uhr
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Zunächst sei eine höhere Strafe angesetzt worden, doch der brasilianische Großkonzern Odebrecht argumentierte, er könne nicht mehr als den nun beschlossenen Betrag stemmen.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen Bestechung von Regierungsfunktionären muss der brasilianische Großkonzern Odebrecht eine milliardenhohe Strafe zahlen. Das hat ein US-Gericht nun entschieden. Der Großteil davon geht nach Brasilien.

New YorkDer brasilianische Großkonzern Odebrecht ist wegen eines Schmiergeldskandals von einem US-Gericht zu einer hohen Strafe verurteilt worden. Insgesamt muss das Unternehmen wegen Bestechung von Regierungsfunktionären rund 2,6 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) zahlen, wie der zuständige Richter am Montag in New York bestätigte.

Mit 2,4 Milliarden Dollar geht der Großteil der im Rahmen eines Vergleichs mit den Justizbehörden mehrerer Länder festgelegten Strafe nach Brasilien. 116 Millionen Dollar fließen an die Schweizer und 93 Millionen an die US-Behörden. Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem hatten bereits im Dezember ein Schuldbekenntnis in dem international koordinierten Verfahren abgegeben.

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Zunächst war eine höhere Strafe angesetzt worden, Odebrecht hatte sich jedoch mit dem Argument gewehrt, nicht mehr als den nun beschlossenen Betrag stemmen zu können. Der Konzern soll Beamte in zwölf Ländern - vor allem in Lateinamerika - mit insgesamt rund 780 Millionen Dollar geschmiert haben, um Regierungsaufträge zu erhalten. Zum Teil sollen die Mittel über US-Banken geflossen sein.

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte erst vergangene Woche grünes Licht für Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts gegen neun Minister des konservativen Präsidenten Michel Temer gegeben. Zudem wurde die Immunität von mehreren Dutzend Abgeordneten und Senatsmitgliedern sowie drei Gouverneuren aufgehoben, um deren mutmaßliche Verstrickung in das Korruptionsnetz von Odebrecht zu untersuchen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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