
DüsseldorfThyssenKrupp könnte in der Stahlsparte wegen der schwächelnden Nachfrage bereits im August Kurzarbeit einführen. Darüber werde Ende Juli entschieden, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Steel Europe, Günter Back, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Auslastung jeder Anlage werde einzeln geprüft.
Eine flächendeckende Kurzarbeit für die rund 24.000 Beschäftigten an allen sechs Standorten sei nicht geplant. „Die ersten Anlagen könnten im August betroffen sein.“ Mit der Unternehmensführung sei bereits eine Vereinbarung getroffen worden, sollte es zu Kurzarbeit kommen. Darüber hatte auch die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Von ThyssenKrupp war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Back zufolge sieht die Vereinbarung vor, dass die Beschäftigten in der Zeit qualifiziert werden und neben dem Kurzarbeitergeld eine zusätzliche Vergütung erhalten. Dadurch könnten die Mitarbeiter auf 90 bis 93 Prozent ihrer üblichen Bezüge kommen. Bereits während der Wirtschaftskrise war bei ThyssenKrupp kurzgearbeitet worden.
Die Stahlnachfrage hat sich in den vergangenen Monate deutlich eingetrübt. Wegen der Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung halten sich viele Kunden mit den Bestellungen zurück. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hatte vor wenigen Tagen eine Senkung ihrer Produktionsprognose in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr war die Produktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast sechs Prozent zurück.
























