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Schwache Verkaufszahlen: Absatzflaute bei Renault hält an

Quelle: Handelsblatt Online

Die französischen Autobauer trifft die Krise in Europa mit aller Macht. Die Verkäufe von Renault brechen auf dem Heimatkontinent zweistellig ein. Nun hoffen die Franzosen auf staatliche Hilfe.

Renault-Chef Carlos Ghosn wirbt für staatliche Hilfe für Frankreichs Autobauer. Quelle: dpa
Renault-Chef Carlos Ghosn wirbt für staatliche Hilfe für Frankreichs Autobauer. Quelle: dpa

ParisRenault bekommt die Schwäche auf dem Automarkt voll zu spüren. Für das erste Halbjahr wies der französische Hersteller am Mittwoch einen weltweiten Absatzrückgang um 3,3 Prozent aus. In Europa brachen die Verkäufe sogar um fast 15 Prozent ein. Insgesamt verließen 1,33 Millionen Autos in den ersten sechs Monaten die Renault-Werke. Trotzdem geht der Peugeot -Rivale davon aus, dass der Absatz 2012 noch über Vorjahresniveau liegen wird, vorausgesetzt die Marktlage in Europa verschlechtert sich nicht weiter, wie Vertriebschef Jerome Stoll erklärte. In Frankreich befürchtet Renault dieses Jahr allerdings einen Absatzrückgang von zehn bis elf Prozent.

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Die schwierige Lage der französischen Autoindustrie hat bereits die Regierung auf den Plan gerufen. Frankreich will im August Hilfen für die Branche verkünden. Details sind noch unbekannt. In ganz Europa befinden sich die Verkaufszahlen wegen der Schuldenkrise auf dem Rückzug. Renault und Peugeot leiden bei Kleinwagen vor allem unter der Billigkonkurrenz aus Asien. Bei Peugeot steht deswegen ein größerer Stellenabbau ins Haus. Zudem sucht der Autobauer Zuflucht in einer Allianz mit der amerikanischen Opel-Mutter General Motors.

Renault hatte angesichts der Branchenkrise unlängst die Wiedereinführung der Abwrackprämie gefordert. Neue Hilfen für die Autoindustrie wären allerdings inmitten der Schuldenkrise eine zusätzliche Belastung für die öffentlichen Haushalte. Frankreich soll seine Neuverschuldung spätestens 2013 auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung reduzieren. Auch die Hersteller selber sind sich jedoch nicht über den besten Weg einig. So lehnte Peugeot kürzlich eine neue Abwrackprämie als "künstliche" Hilfe ab.

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