Schweizer Pharmakonzern: Novartis krempelt sein Kerngeschäft um

Schweizer Pharmakonzern: Novartis krempelt sein Kerngeschäft um

, aktualisiert 17. Mai 2016, 19:42 Uhr
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Pharma-Spartenchef David Epstein verlässt das Unternehmen im Zuge der Reorganisation.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Pharmariese Novartis baut sein Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten um: Krebsmedikamente werden zu einem eigenen Geschäftsbereich. Der langjährige Spartenchef David Epstein verlässt den Konzern.

ZürichDer Schweizer Pharmakonzern Novartis baut sein mit Rückschlägen kämpfendes Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten um.

Die in Innovative Medicines umbenannte Pharma-Sparte wird in zwei Geschäftsbereiche unterteilt und das Management ausgetauscht, wie der Arzneimittelhersteller aus Basel am Dienstagabend mitteilte. Im Bereich Novartis Oncology werden die Krebsmedikamente zusammengefasst und im Bereich Novartis Pharmaceuticals die restlichen Arzneien.

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Spartenchef David Epstein verlässt das Unternehmen im Zuge der Reorganisation. Die beiden Bereichsleiter Bruno Strigini für Novartis Oncology und Paul Hudson für Novartis Pharmaceuticals berichten künftig direkt an Novartis-Chef Joseph Jimenez. Hudson kommt vom britisch-niederländischen Pharmakonzern AstraZeneca zu den Schweizern.

Der Amerikaner Epstein heuerte 1989 bei Sandoz an, einer Vorgängerfirma von Novartis. Seit 2010 leitete er die mit zwei Drittel Umsatzanteil wichtigste Novartis-Division. Die Sparte kämpft wegen der Konkurrenz durch günstigere Generika mit Umsatzausfällen beim wichtigen Blutkrebsmedikament Glivec und einem schleppenden Start des Herzmedikaments Entresto.

Analysten senkten ihre Schätzungen für den Hoffnungsträger zuletzt zum Teil kräftig, nachdem sie der bei Herzversagen eingesetzten Arznei anfangs mehr als vier Milliarden Dollar Jahresumsatz zugebilligt hatten.

Novartis hatte im Februar bereits den Chef der Augenheil-Sparte Alcon ausgewechselt. Die schwächelnde Division, die mit starker Konkurrenz kämpft und den Anschluss verpasst hat, soll mit einem Umbau und zusätzlichen Investitionen zurück auf Wachstumskurs gebracht werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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