Schweizer Pharmakonzern: Novartis will sich von Roche-Anteilen trennen

Schweizer Pharmakonzern: Novartis will sich von Roche-Anteilen trennen

, aktualisiert 03. Juli 2016, 16:10 Uhr
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Novartis will seine Anteile von Roche verkaufen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Pharmakonzern Novartis will einem Zeitungsbericht zufolge seine milliardenschweren Beteiligung am Wettbewerber Roche noch dieses Jahr verkaufen. Einen haben die Schweizer wohl schon gefunden.

ZürichSeinen milliardenschwere Beteiligung am Wettbewerber Roche will Novartis einem Medienbericht zufolge noch in diesem Jahr verkaufen. Veräußert sollen die die Anteile an institutionelle Investoren. Das berichtet die Schweizer „Sonntagszeitung“ ohne Angabe von Quellen. Voraussetzung sei, dass es zu keinem Markteinbruch kommt. Die Erben der Roche-Gründerfamilie Hoffmann-Oeri, die den Konzern mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,01 Prozent der Stimmrechte kontrollieren, würden ihre Beteiligung nicht aufstocken.

Novartis besitzt knapp ein Drittel der stimmberechtigten Roche-Aktien, die an der Börse aktuell 13,9 Milliarden Franken (12,8 Milliarden Euro) wert sind. Insider hatten Reuters im April gesagt, dass das Unternehmen einen Verkauf des Roche-Aktienpakets auslotet. Novartis-Chef Joseph Jimenez signalisierte Ende Mai bei einer Investorenveranstaltung in Basel, dass er nicht länger auf einen Aufschlag für das Paket pocht. „Wir würden gründlich darüber nachdenken und würden möglicherweise entscheiden, ohne Prämie auszusteigen, wenn sich die richtige Gelegenheit ergibt“, sagte er damals.

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Spekuliert wird über eine Veräußerung des Anteils, seit der frühere Novartis-Lenker Daniel Vasella im Jahr 2013 den Konzern verließ. Der Manager wollte einen Schulterschluss der beiden Pharmariesen erreichen, doch der Rivale auf der anderen Seite des Rheins zeigte ihm die kalte Schulter. Die Erben der Roche-Gründerfamilie Hoffmann-Oeri pochen auf die Unabhängigkeit des Unternehmens. Vom gesamten Roche-Kapital, das zum überwiegenden Teil aus nicht stimmberechtigten Genussscheinen besteht, besitzt Novartis lediglich gut sechs Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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