Schweizer Pharmakonzern: Rückschlag für Novartis

Schweizer Pharmakonzern: Rückschlag für Novartis

, aktualisiert 20. Dezember 2011, 12:09 Uhr
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Der Name des Pharmaunternehmens Novartis steht an einem Gebäude des Unternehmens in Basel.

Quelle:Handelsblatt Online

Novartis hat mit einem wichtigen Medikament einen Rückschlag erlitten. Der Blutdrucksenker Tekturna erwies sich in einer Studie als unwirksam bei Hochrisikopatienten. Das könnte das Ende des Medikaments bedeuten.

ZürichDer Schweizer Pharmakonzern Novartis hat mit einem wichtigen Medikament einen Rückschlag erlitten. Der Blutdrucksenker Tekturna erwies sich in einer Phase-III-Studie bei Hochrisiko-Patienten als unwirksam. Zusammen mit einem unabhängigen Experten-Gremium kam das Basler Unternehmen Angaben vom Dienstag zufolge zu dem Schluss, die Studie abzubrechen.

In der Studie war das neuartige Tekturna in Kombination mit herkömmlichen Blutdruckmedikamenten an Diabetes-Patienten verabreicht worden, die eine Nierenschädigung aufweisen. Ein Zusatznutzen von Tekturna war der Mitteilung zufolge aber nicht auszumachen. Zudem löste das Medikament unerwünschte Nebenwirkungen wie milde Schlaganfälle oder weitere Nierenschäden aus.

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Novartis prüft nun auch, was das Studienergebnis für anderen Patientengruppen und in anderen Kombinationen bedeutet. Der Konzern warnte, dass der Umsatz des Medikaments leiden dürfte. In den ersten neun Monaten 2011 setzte Novartis mit dem seit 2007 zugelassenen Tekturna 449 Millionen Dollar entsprechend einem Prozent des Konzerns um.

Kepler-Analyst Martin Vögtli hatte für Tekturna bisher einen Spitzenumsatz von jährlich 1,7 Milliarden Franken geschätzt. Das grosse Potential des Medikaments liege in der Kombinationen mit anderen Wirkstoffen. Mit dem Studienergebnis sei diese Möglichkeit nun praktisch verbaut. Damit könnte das Ende des Medikaments eingeläutet werden. "Wir erwarten, dass das Medikament vom Markt genommen wird", erklärte Vögtli. An der Börse verlor die Novartis-Aktie ein Prozent und entwickelte sich damit schlechter als die europäischen Gesundheitswerte insgesamt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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