Siemens-Finanzchef: NSN-Standort München retten

Siemens-Finanzchef: NSN-Standort München retten

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Siemens Finanzchef Kaeser macht den NSN-Mitarbeitern Mut

Quelle:dpa

Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser will einen Rückzug von Nokia Siemens Networks (NSN) aus München nicht so einfach akzeptieren.

„Siemens wird es nicht ohne weiteres hinnehmen, dass NSN aus München so einfach verschwindet“, sagte Kaeser in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. „Deshalb müssen jetzt die Beteiligten im konstruktiven Dialog versuchen, eine alternative Lösung zu finden“, forderte er. In der vergangenen Woche hatte Kaeser sich bereits überraschend mit NSN-Arbeitnehmervertretern zu einem Gespräch über den angekündigten Stellenabbau getroffen.
Siemens und Nokia sind je zu Hälfte an dem Telefonnetz-Ausrüster NSN beteiligt, der rote Zahlen schreibt. Ende Januar hatte NSN angekündigt, bundesweit 2900 von 9100 Stellen zu streichen und 30 von 35 Standorten zu schließen. München mit 3600 Beschäftigten ist davon am stärksten getroffen. Aber auch Niederlassungen in Augsburg, Nürnberg und vielen anderen Städten stehen vor dem Aus. Zu der Einschätzung von NSN-Chef Rajeev Suri, die Schließung von München sei alternativlos, sagte Kaeser: „Alternativlos ist vielleicht ein Begriff aus der Politik. Gute Manager müssen mit ihren Teams und Partnern immer nach Lösungsalternativen suchen; und für den Erhalt von zumindest einigen Arbeitsplätzen lohnt sich das allemal.“

NSN solle mit den Arbeitnehmervertretern darüber verhandeln, wie man München retten kann. „Der einzelne Beschäftigte weiß immer noch nicht, ob er seine Stelle verliert und wie es weitergeht. Es ist nicht zumutbar, dass die Mitarbeiter weiter in Unsicherheit leben.“ Der Siemens-Finanzchef hält aber den Plan von NSN, sich nur noch auf Technik für schnelle mobile Datenübertragung zu konzentrieren und Stellen zu streichen, grundsätzlich für richtig. „Um in diesem martialischen Verdrängungswettbewerb zu bestehen, ist es richtig, dass sich NSN nun auf den Bereich mobile Breitbandnetze konzentriert.

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Das macht leider auch die Konsolidierung von Arbeitsplätzen und Standorten notwendig“, sagte er der Zeitung. Allerdings hätten Siemens und Nokia vom NSN-Management genau darzulegen verlangt, „in welchen Funktionen wie viele Stellen nicht mehr gebraucht werden und warum“.

Quelle:  dpa
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