Siemens in Brasilien: Selbstanzeige wegen möglicher Kartellbildung

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Siemens in Brasilien: Selbstanzeige wegen möglicher Kartellbildung

Medienberichten zufolge sollen Siemens und drei weitere Großkonzerne Kartellabsprachen in Brasilien unterhalten haben. Nun hat Siemens sich selbst angezeigt. Die Unternehmen konkurrieren um große Infrastrukturprojekte im aufstrebenden Land.

Siemens hat einem Zeitungsbericht zufolge der brasilianischen Wettbewerbsbehörde die Beteiligung an Kartellabsprachen bei der Ausrüstung von U-Bahnzügen in Sao Paulo angezeigt. Daran beteiligt seien auch andere Konzerne wie Alstom, Bombardier, CAF und Mitsui, berichtete die Zeitung "Folha de Sao Paulo" am Sonntag ohne Quellen zu nennen. CAF lehnte eine Stellungnahme ab, von Bombardier war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Im Gegenzug für die Anzeige habe Siemens eine Kronzeugenregelung unterschrieben, die dem Unternehmen und den Mitarbeitern Immunität gewähren könne, sollte sich herausstellen, dass es sich wirklich um ein Kartell handelt. Die genannten Firmen haben in Brasilien Interesse an dem Milliarden-Projekt für einen Hochgeschwindigkeitszug von São Paulo nach Rio de Janeiro.

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Siemens habe Kenntnis von der Untersuchung zu den Kartellvorwürfen im Zusammenhang mit dem Bieterprozess für das Zugprojekt in Brasilien, hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns. Siemens kooperiere mit den Behörden in vollem Umfang.

Brasiliens Wettbewerbsbehörde CADE hatte am 4. Juli über Ermittlungen von Polizei und Justizbehörden über mögliche Kartellbildung bei mindestens sechs Ausschreibungen von São Paulos „Metrô“ (U-Bahn) sowie auch über die Kronzeugenregelung informiert. CADE nannte dabei aber keine Firmennamen. Welchen Umfang die infrage stehenden Geschäfte haben, blieb zunächst noch unklar.

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