Siemens plant IPO: Kaeser bringt die „Healthineers“ an die Börse

Siemens plant IPO: Kaeser bringt die „Healthineers“ an die Börse

, aktualisiert 10. November 2016, 07:56 Uhr
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Der Siemens-Chef will die Medizintechnik-Tochter an die Börse bringen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der IPO der Siemens-Medizintechnik wird konkreter: Vorstandschef Kaeser kündigt eine baldige Erstnotierung an. Zugleich legt Siemens Jahreszahlen vor: Die Dividende steigt – und die Prognose liegt über der des Vorjahres.

MünchenSiemens will sein Medizintechnikgeschäft an die Börse bringen. „Die Börsennotierung ist jetzt der nächste Schritt, Siemens Healthineers innerhalb von Siemens für die Zukunft weiter zu stärken“, erklärte Konzernchef Joe Kaeser am Donnerstag. Die hochprofitable Sparte mit dem Namen Healthineers haben die Münchner intern bereits ausgegliedert. Kaeser will offenbar zunächst eine Mehrheit behalten.

Der Zeitplan und der Umfang der Börsennotiz blieb vorerst offen. Die Details hingen auch vom Börsenumfeld ab, hieß es. Die Healthineers setzten im vergangenen Geschäftsjahr (zum Ende September) 13,5 Milliarden Euro um und erwirtschafteten eine operative Marge von gut 17 Prozent, so viel wie kein anderer Industriebereich bei Siemens.

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Für seine Gesamtgeschäfte lässt sich Kaeser weder vom Ausgang der US-Wahl, dem anstehenden Brexit noch der mauen Branchenkonjunktur einschüchtern. Für das neue Geschäftsjahr 2016/17 rechnet er mit einem leichten Umsatzplus, wachsenden Auftragsbüchern und einem leichten Gewinnzuwachs. Das Ergebnis je Aktie, das zuletzt bei 6,74 Euro lag, werde 2016/17 zwischen 6,80 und 7,20 Euro liegen. Die Marge im industriellen Geschäft solle 10,5 bis 11,5 Prozent erreichen.

Allerdings gingen im letzten Quartal des Siemens-Geschäftsjahrs wie bei der Konkurrenz die Neuaufträge deutlich zurück. Der Auftragseingang schrumpfte um 13 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro, was das Unternehmen mit einem Schwund an Großaufträgen begründete. Insgesamt lag Siemens mit den Zahlen im Rahmen der Analystenerwartungen: Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stieg binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro und die Einnahmen um fünf Prozent auf 21,95 Milliarden Euro.

Im gesamten Geschäftsjahr 2015/16 hat Siemens knapp 80 Milliarden Euro eingenommen, fünf Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stagnierte in etwa bei 5,4 Milliarden Euro. Kaeser äußerte sich zufrieden. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war eines der stärksten in der Geschichte unseres Hauses, ohne Berücksichtigung von Beteiligungsverkäufen sogar das beste.“

Die Aktionäre sollen etwas mehr Gewinnbeteiligung bekommen, die Dividende will Siemens um zehn Cent auf 3,60 Euro je Aktie anheben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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