Sigmar Gabriel fürchtet Auswirkungen des VW-Skandals: Doch ein Imageschaden für Deutschland?

Sigmar Gabriel fürchtet Auswirkungen des VW-Skandals: Doch ein Imageschaden für Deutschland?

, aktualisiert 19. Februar 2016, 01:37 Uhr
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auf der Industriekonferenz des Bundeswirtschaftsministeriums „Zukunftsperspektive Industrie 2030“ in Berlin: VW-Krise schadet deutschem Image.

Quelle:Handelsblatt Online

Nachdem sich die Aufklärung des VW-Skandals immer länger hinzieht, warnt nun auch die Bundesregierung vor einem Imageschaden für Deutschland.

BerlinWenn alles gut läuft, dann bringt es Vorteile: Nationale „Champions transportieren ein positives Deutschlandbild, das gut ist für uns alle“, erklärte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Donnerstag auf einer Industriekonferenz in Berlin. „Und wo es nicht funktioniert, wie aktuell bei Volkswagen, ist es auch gleich ein grosser Schaden über das Unternehmen hinaus - sozusagen für das Qualitätsgut ’Made in Germany’.“

Erstmals räumt damit ein Mitglied der Bundesregierung einen weitreichenden Imageschaden für Deutschland durch den VW-Skandal ein. Bislang hat Gabriel einen dauerhaften Schaden für die Marke ’Made in Germany’ bestritten.

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Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ging im Oktober vergangenen Jahres davon aus, dass ’Made in Germany’ keinen „Kratzer bekommen“ würde. Merkel machte damals allerdings auch deutlich, dass „volle Transparenz“ notwendig sei, damit VW den Abgasskandal hinter sich lassen könne.

Knapp fünf Monate nachdem der Skandal aufgedeckt wurde, berichtete am Wochenende die Bild am Sonntag, dass Ex-VW Chef Martin Winterkorn bereits am 23. Mai 2014 von einem Mitarbeiter schriftlich über Ermittlungen der US-Umweltbehörden wegen überhöhter Abgaswerte und der Suche nach einer VW- Betrugssoftware informiert wurde.

Die Opposition hat in einer Aktuellen Stunde des Bundestags zum Dieselskandal der Bundesregierung Zögerlichkeit bei der Aufklärung des Skandals vorgeworfen. Die von Verkehrsminister Alexander Dobrindt eingesetzte Untersuchungskommission diene eher der Beratung als der Aufklärung, sagte der Linke Verkehrspolitiker Herbert Behrens.

Quellle:  Handelsblatt Online
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