SMA Solar: Solarkonzern schließt Werke in Denver und Kapstadt

SMA Solar: Solarkonzern schließt Werke in Denver und Kapstadt

, aktualisiert 11. August 2016, 08:16 Uhr
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Der Solartechnikhersteller schließt seine Produktionsstandorte in Denver und Kapstadt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Preisdruck in der Solarbranche führt bei SMA zu neuen Sparmaßnahmen. Der Konzern schließt seine Standorte in Denver und Kapstadt. Operativ hat sich das Geschäft aber stabilisiert.

DüsseldorfDer Solartechnikkonzern SMA Solar wappnet sich gegen den erneut zunehmenden Preisdruck. Die Produktionsstandorte im US-amerikanischen Denver mit 280 Mitarbeitern und im südafrikanischen Kapstadt würden geschlossen, teilte SMA am Donnerstag mit. „Wir wollen die Fixkosten in den kommenden Monaten um 15 Prozent senken“, sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon der Nachrichtenagentur Reuters. „Der Preisdruck in der Solarbranche hat sich in den letzten Wochen unerwartet stark beschleunigt. Wir haben deshalb umgehend Maßnahmen eingeleitet, um unsere Gewinnschwelle noch weiter zu senken.“

Als Grund für den Preisverfall nannte Urbon die reduzierten Ausbauziele für Photovoltaik in China. „Der chinesische Markt kollabiert.“ Um das zu kompensieren, würden die asiatischen Firmen ihre Produkte zu Schleuderpreisen auf den Markt werfen.

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Im ersten Halbjahr konnte sich SMA aber auch dank bereits reduzierter Fixkosten behaupten. Bei einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 494 Millionen Euro erreichte der operative Gewinn 39,3 Millionen Euro nach einem Minus von 14,9 Millionen im Vorjahr. Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Auftragsbestandes von 644 Millionen Euro und der erwarteten anziehenden Geschäfte im zweiten Halbjahr bekräftigte Urbon seine Jahresziele, die einen Umsatz von 0,95 bis 1,05 (Vorjahr: 0,99) Milliarden Euro vorsehen und einen operativen Gewinn (Ebit) von 80 bis 120 (34,3) Millionen.

Der wegen des Preisdrucks der vergangenen Jahre und mauen Geschäfte in Deutschland ins Wanken geratene Branchenriese hatte bereits Anfang 2015 ein Sparprogramm mit massiven Stellenstreichungen auf den Weg gebracht. Von Antidumpingzöllen in den USA auf Billigimporte aus China hatte SMA nicht profitiert, da sie weitestgehend nur Solarmodule und nicht Wechselrichter betrafen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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