SMA Solar: Zurück ins Licht

, aktualisiert 26. Januar 2016, 20:30 Uhr
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Wegen hausgemachter Probleme ist SMA Solar auf weniger als die Hälfte seiner ehemaligen Größe zusammengeschrumpft. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren schwer mit der Solarkrise in Europa zu kämpfen.

von Franz HubikQuelle:Handelsblatt Online

Der weltweit führende Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen, SMA Solar, hat den Turnaround geschafft. Vorstandchef Urbon avanciert jetzt zum Liebling der Aktionäre: Er übertrifft erneut seine Prognosen.

Früher als erwartet ist SMA Solar in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach vorläufigen Zahlen erzielte der der weltweit führende Hersteller von Wechselrichtern im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Vor Zinsen und Steuern erwirtschaftete das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel 2015 einen Gewinn von 30 bis 33 Millionen Euro.

Nach hohen Verlusten 2014 schreibt der Branchenprimus damit wieder schwarze Zahlen. „Wir haben unsere Marktführerschaft weiter ausgebaut und vereinen rund 20 Prozent der weltweiten Nachfrage auf uns“, erklärte SMA-Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon.

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SMA ist wegen hausgemachter Probleme auf weniger als die Hälfte seiner ehemaligen Größe zusammengeschrumpft. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren schwer mit der Solarkrise in Europa zu kämpfen. Vorstandschef Urbon steuerte aber mit drastischen Maßnahmen dagegen.

Bis Mitte 2016 werden 1600 Stellen gestrichen. Ende 2015 haben bereits 1400 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. In den SMA-Werken werden zudem schrittweise Produktplattformen nach dem Vorbild der Autoindustrie eingeführt.

Das Ziel: Weniger Komponenten und damit geringere Kosten. Die Wechselrichter von SMA, die den Solarstrom vom Dach in Wechselstrom für die Steckdose umwandeln, haben schon jetzt 30 Bauteile weniger als vor einigen Jahren.

„Im Zuge der Unternehmenstransformation haben wir die Fixkosten effektiv gesenkt“, sagte SMA-Boss Urbon. Dadurch könne der TecDax-Konzern „besser auf die sprunghafte Marktentwicklung reagieren“ und auch bei niedrigeren Umsätzen, Gewinne erwirtschaften.

Die Anleger hat Urbon mit von seinem Kurs vollends überzeugt. Die Aktie von SMA Solar zählte 2015 mit einem Kursanstieg von 238 Prozent zu den absoluten Gewinnern. Und auch die Aussichten für 2016 sind durchaus rosig. Das Analysehaus IHS Technology erwartet einen anhaltenden Goldrausch in der Photovoltaikindustrie – mit teils zweistelligen Zuwachsraten pro Jahr.

Quelle:  Handelsblatt Online
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