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Solarbranche: Aktionäre haben das Nachsehen

Solarbranche: Q-Cells, Hanwha und der HSV

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Aktionäre haben das Nachsehen

Börsenkurse Rutschpartie für Solaraktien

Aktienkurs von Q-Cells in Euro

Der einst größte Solarzellenherstellers der Welt ist bereits pleite. Es gelang nicht, einen Kapital- und Schuldenschnitt gegen die Altaktionäre und Anleihegläubiger durchzusetzen.

Für die Aktionäre bleibt vom Verkaufserlös nichts übrig. Auch Schulden aus Wandelanleihen will Hanwha nicht übernehmen. Dafür sollen rund drei Viertel der noch 1550 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Hanwha-Gruppe gehört mit einem Umsatz von etwa 27 Milliarden US-Dollar zu den größten Unternehmen Südkoreas. Das Solargeschäft des Konglomerats, mit Aktivitäten im Maschinenbau, Finanzen und Chemie, ist in der an der Nasdaq notierten Hanwha SolarOne mit Sitz in Shanghai gebündelt. Eine Gelddruckmaschine ist die erst im Aufbau befindliche Solarsparte des koreanischen Industriemolochs bisher allerdings nicht.

2011 hat die Spreu vom Weizen getrennt

Hanwha SolarOne verbuchte im Schlussquartal des vergangenen Jahres einen 32-prozentigen Umsatzrückgang, einen Betriebsverlust in Höhe von 123 Millionen Euro und einen Nettoverlust von rund 100 Millionen Euro. Der Absatz des Unternehmens brach im vierten Quartal des vergangenen Jahres um sechs Prozent ein, die durchschnittlichen Verkaufspreise sanken um 20 Prozent auf 77 Cent  je Watt. Der Jahresumsatz sank insgesamt um 15 Prozent auf 780 Millionen Euro,  die Umsatzrendite betrug minus 17 Prozent und der Nettoverlust lag bei  113 Millionen Euro.

2011 sei für die Branche ein Jahr der Anpassung und Konsolidierung gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende von Hanwha SolarOne, Ki-Joon Hong. „Große Produktionskapazitäten entlang der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette sowie Kürzungen der Einspeisevergütung in den Schlüsselmärkten drückten die Verkaufspreise schneller, als die Investitionskosten sanken. Dadurch geriet unsere Rentabilität unter Druck.“

Mit Hanwha SolarOne und Q-Cells finden also ein schwächelndes und ein ausgeknocktes Unternehmen zusammen. Und der Dritte im Bunde passt derzeit hervorragend dazu: der Hamburger SV. Nach der Niederlage im Hanwha Solarcup gegen den CF Barcelona, dem Ausscheiden im DFB-Pokal und der Niederlage am 1. Bundesligaspieltag gilt der Hamburger Liga-Dino als potentieller Abstiegskandidat.

Gute Nachrichten für Angestellte

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Seit 2011 ist Hanwha Exklusiv-Partner des HSV. Der bis 2013 laufende Sponsoringvertrag soll dabei helfen, die Marktanteile von Hanwha SolarOne in Deutschland zu steigern, erklärte Dong Kwan Kim, Managing Director und Mitglied der Eigentümerfamilie der Hanwha-Gruppe vor gut einem Jahr auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem HSV. Dafür lassen die Koreaner 850 000 Euro pro Jahr springen.  „50 Prozent unserer solaren Produktion wollen wir in Deutschland absetzen“, sagte Kim seinerzeit. Mit Q-Cells dürften die Koreaner diesem Ziel einen Schritt näher kommen.

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Während die Rettung von Q-Cells für den strukturarmen Standort um Bitterfeld-Wolfen und für jeden einzelnen Mitarbeiter, der seinen Arbeitsplatz behält, eine gute Nachricht ist, sieht es für die Aktionäre düster aus:  Sie erhalten aus den Verkaufserlösen weder Ausschüttungen noch sonstige nennenswerte Vermögensvorteile.

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