Solarindustrie: Neue Probleme für Solar Millennium

Solarindustrie: Neue Probleme für Solar Millennium

, aktualisiert 21. Dezember 2011, 14:33 Uhr
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Das Solarkraftwerk „Andasol 1“ im spanischen Granada.

Quelle:Handelsblatt Online

Es ist bereits die zweite schlechte Nachricht in dieser Woche: Nach Problem mit Projekten in den USA steht nun ein Solarkraftwerk in Spanien auf der Kippe, weil zu wenige Anleger Interesse zeigten.

ErlangenDie schlechten Nachrichten beim Solarkraftwerksbauer Solar Millennium reißen nicht ab. Nachdem es zuletzt vor allem bei Großprojekten in den USA Hiobsbotschaften gegeben hatte, fehlt jetzt für ein Kraftwerk in Spanien erst einmal das Geld. Der Versuch, das Projekt Ibersol über einen öffentlichen Fonds zu finanzieren, sei gescheitert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Erlangen mit. Das öffentliche Beteiligungsangebot wurde beendet.

Um das Kraftwerk Ibersol doch noch wie geplant in Betrieb nehmen zu können, führt das Unternehmen nach eigenen Angaben nun Gespräche mit möglichen Partnern. Der Fonds richtete sich auch gerade an Privatanleger. Was mit den eingeworbenen Geldern passiert, ist noch offen. Sie befänden sich in voller Höhe auf einem Treuhandkonto der Ibersol Fonds GmbH & Co KG. Über die weitere Vorgehensweise werde der Fonds die bisherigen Zeichner informieren.

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Erst am Vortag hatte das krisengeschüttelte Unternehmen angekündigt, dass sich die Verhandlungen über den Verkauf von Projekten in den USA verzögerten. Anders als geplant sei in diesem Jahr nicht mehr mit einem Abschluss zu rechnen. Der Vorstand prüfe derzeit die daraus resultierenden Konsequenzen, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens.

Auf dem US-Markt lagen einst ganz große Hoffnungen der Erlanger. Doch im August mussten sie bereits einen unerwarteten Technologiewechsel für das Prestigeprojekt in der kalifornischen Wüste ankündigen. Statt mit der selbstentwickelten Parabolrinnentechnik sollte das Sonnenkraftwerk nun in konventioneller Photovoltaiktechnik errichtet werden. Im Oktober kündigte das Management dann an, sich komplett aus den USA zurückziehen und die dortigen Projekte an das Unternehmen Solarhybrid aus dem sauerländischen Brilon verkaufen zu wollen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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