
DüsseldorfEin Anleihegläubiger des angeschlagenen Solarkonzerns Q-Cells hat die fristgerechte Rückzahlung seiner Einlage gefordert. Über seine Anwälte ließ er am Donnerstag das Scheitern der Vergleichsverhandlungen erklären. „Wir fordern von Q-Cells die vollständige Rückzahlung der im Februar fälligen Anleihe für all diejenigen Anleihegläubiger, die nicht individuell mittels Einzelvereinbarungen auf Ansprüche verzichtet haben.“ Die Nachricht sorgte für einen Kursrutsch bei den Q-Cells-Aktien um bis zu zehn Prozent.
Q-Cells hatte sich Anfang Februar mit wesentlichen Inhabern dreier Anleihen auf einen Tausch ihrer Papiere in Aktien geeinigt. Den bisherigen Aktionären bleiben nach dem Plan maximal fünf Prozent an Q-Cells, der Rest gehört künftig den Fremdkapitalgebern. Die Gläubiger der 2012er-Anleihe sollen sich mit einer Zahlung von 20 Millionen Euro - zehn Prozent des Nennwertes - begnügen.
Über einen Kapitalschnitt erhalten sie nach dem Plan aber ebenso wie die Inhaber der anderen beiden Schuldpapiere Q-Cells-Aktien, womit die bisherigen Aktionäre fast enteignet würden. Ohne die Einigung hätte Q-Cells die Insolvenz gedroht.













