Sparprogramm: Siemens streicht 1400 Jobs in Deutschland

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Siemens-Helme

von Matthias Kamp

10.000 Arbeitsplätze an den deutschen Siemens-Standorten sind in diesem und im nächsten Jahr von Zusammenlegungen und Verlagerungen im Rahmen des Sparprogramms des Konzerns betroffen.

Zudem wird Siemens nach Informationen der WirtschaftsWoche bis zum kommenden Jahr rund 1.400 Stellen streichen. Allein 1000 Stellen fallen demnach im Sektor Energy weg. Betroffen ist unter anderem der Standort Mülheim an der Ruhr, wo Siemens Gasturbinen fertigt. Im Energiegeschäft will der Konzern künftig viele Aktivitäten nach Asien verlagern. Betroffen sind außerdem die Siemens-Standorte Leipzig, wo mehr als 300 Arbeitsplätze in der Schaltkästenproduktion wegfallen, sowie Erlangen und Offenbach.

Die Streichungen im Unternehmensbereich Infrastructure & Cities (I&C), zu dem die Fertigung in Leipzig gehört, sind Folge der hohen Renditevorgabe von 12 Prozent, die Konzernchef Peter Löscher bis 2014 erreichen will. I&C-Vorstand Roland Busch versucht, durch die Stellenstreichungen die Rendite zu verbessern. Die Marge liegt deutlich unter Konzernniveau. „Was die Marge angeht, ist der Sektor ein Rohrkrepierer“, sagte ein Aufsichtsrat dem Magazin. Bei mageren 6,3 Prozent lag die operative Marge des Geschäftszweigs im letzten Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete. Der Sektor Healthcare kam im gleichen Zeitraum dagegen auf 13,3 Prozent. Busch will mit seinem Sektor im kommenden Jahr in der "oberen Hälfte" des Margenbandes von 8 bis 12 Prozent ankommen. Deshalb überprüft der Siemens-Vorstand das Portfolio seines Sektors und will sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren.

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Inzwischen hat sich nach Informationen der WirtschaftsWoche die Marge des Sektors I&C weiter verschlechtert. Zwischen Oktober und Dezember, dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013, rutschte die Marge auf 4,9 Prozent. Auch die auf unbestimmte Zeit verschobene Auslieferung von 16 ICE-Zügen an die Deutsche Bahn schlägt hier zu Buche. Im Ende März abgelaufenen Quartal soll es nicht viel besser aussehen, unter anderem weil Siemens Restrukturierungkosten durch den geplanten Verkauf der Einheit für Paket- und Briefsortierungsanlegen und der Gepäckabfertigung kalkuliert. Die Situation könnte sich sogar weiter verschlechtern, weil Siemens für 2014 mit weniger Großprojekten rechnet, was die Sparte zusätzlich belasten könnte.

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