Spezialchemiekonzern : Wacker Chemie steckt sich höheres Ergebnisziel

Spezialchemiekonzern : Wacker Chemie steckt sich höheres Ergebnisziel

, aktualisiert 28. April 2016, 14:15 Uhr
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Für das Gesamtjahr erwartet der Spezialchemiekonzern einen Anstieg des operativen Gewinns von fünf bis zehn Prozent.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz eines Ergebnisrückgangs im ersten Quartal erhöht Wacker Chemie das Jahresziel. Das Chemiegeschäft habe sich laut Vorstandschef Rudolf Staudigl bis März stark entwickelt. An der Börse kamen die Aussagen gut an.

MünchenGute Geschäfte mit Chemieprodukten für die Bau-, Kosmetik- oder Autobranche und anziehende Siliziumpreise stimmen Wacker Chemie optimistisch. Trotz eines Ergebnisrückgangs im ersten Quartal erhöhte das Münchener Unternehmen sein Jahresziel. „Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Auftaktquartal ebenso wie die aktuelle Auftragslage haben unsere Zuversicht für die kommenden Monate weiter gestärkt“, sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl am Donnerstag.

Vor allem das Chemiegeschäft habe sich von Januar bis März ertragsstark entwickelt. An der Börse kamen die Aussagen gut an: Wacker-Chemie-Aktien stiegen um bis zu 5,6 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 84,49 Euro und waren Spitzenreiter im Nebenwerte-Index MDax.

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Für das Gesamtjahr erwartet der Spezialchemiekonzern nun einen Anstieg des operativen Gewinns (Ebitda ohne Sondereffekte) von fünf bis zehn Prozent, bislang war nur ein leichtes Wachstum angekündigt. Beim Konzernumsatz von zuletzt 5,3 Milliarden Euro rechnen die Bayern nach wie vor mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich im Gesamtjahr. Im Startquartal sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 1,31 Milliarden. Der operative Gewinn schrumpfte um gut 14 Prozent auf 229 Millionen Euro, weil der Anlauf eines neuen Standorts in den USA hohe Kosten verursachte und die Preise für Halbleiterwafer und Solarsilizium niedrig waren. Im Vergleich zum Vorquartal legten Umsatz und Ergebnis aber deutlich zu.

„Im Halbleitergeschäft haben wir wie erwartet die nach wie vor schwache Nachfrage nach Smartphones, Tablets und PCs zu spüren bekommen“, sagte Staudigl. „Bei den Preisen für Solarsilizium sehen wir seit einigen Wochen einen leichten, aber anhaltenden Anstieg.“ Seit Mitte Februar gebe es eine kontinuierliche Erholung der Polysiliziumpreise am Markt, auch seien im Polysiliziumgeschäft deutlich höhere Mengen abgesetzt worden als vor einem Jahr.

Vom Optimismus der Konzernmutter ließ sich die Tochtergesellschaft Siltronic nicht anstecken. Der Siliziumscheiben-Hersteller reduzierte nach einem schwachen Jahresauftakt seine Umsatzprognose. Für 2016 rechnet Siltronic nun mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Bisher war das Unternehmen von einem leichten Umsatzminus ausgegangen. Siltronic will die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) aber weiter leicht verbessern. Siltronic-Aktien verloren mehr als fünf Prozent auf 16,90 Euro und waren damit größter TecDax-Verlierer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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