Sportartikel: Puma setzt auf mehr Sport

Sportartikel: Puma setzt auf mehr Sport

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Puma-Chef Franz Koch auf der Bilanzpressekonferenz

von Peter Steinkirchner

Das nennt man Einstand nach Maß: Franz Koch überspringt im ersten Jahr an der Spitze des drittgrößten Sportkonzern der Welt die Drei-Milliarden-Euro-Umsatzmarke.

Damit übertraf das Traditionsunternehmen aus Herzogenaurach 2011 nicht nur die eigenen Ziele, sondern mit einem Gewinnwachstum um 14 Prozent auf 230 Millionen Euro auch die Erwartungen der Analysten. Die hatten allesamt mit einem mittleren einstelligen Wachstum gerechnet.

Den größten Schub brachte dem Konzern die Entwicklung in der Region Amerika, die sowohl Nord- wie Südamerika umfasst  – ein Umsatzzuwachs von 17,7 Prozent schlug hier zu Buche. Puma konnte in allen Ländern zulegen. Besonders im vierten Quartal waren die Märkte in Lateinamerika mit einem Plus von fast 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsquartal der wesentliche Wachstumstreiber des Markenherstellers.

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Bildergalerie: Puma und seine Stars

Viel Potenzial in Schwellenländern

Auch wenn die Marke in seinen etablierten Märkten wie Deutschland einen zunehmend schweren Stand hat, steckt insbesondere in den Schwellenmärkten noch sehr viel Potenzial für die Marke. Hier punktet Puma beispielsweise mit seinem Engagement im Motorsport, vor allem mit der Formel 1. Insgesamt steht die Region längst für ein gutes Drittel des Puma-Geschäfts, Tendenz weiter steigend.

Um in den etablierten Märkten jedoch den immer stärker auftrumpfenden Marktführern Nike und Adidas  ernsthaft Paroli bieten zu können, investiert Koch klug wieder stärker in reine Sportthemen: Ab dem Sommer stattet Puma beispielsweise den deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund aus. So will Puma wieder bei Sportlern punkten, denen der selbsternannte Sportlifestyle-Konzern die vergangenen Jahre über zu stark ins Modegeschäft abgedriftet war.

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Wieder mehr Sport

Dem jungen Konzernchef ist klar, dass das ein gefährlicher Weg ist, denn als reiner Modekonzern hätte Puma einen extrem schweren Stand. Darum besinnen sich die Franken nun stärker als zuletzt unter Koch-Vorgänger und Puma-Retter Jochen Zeitz auf Wettkampf-Kleidung statt Disco-Schläppchen. Erfolge dieser Strategie werden sich erst mittelfristig einstellen. Doch eine Alternative zu diesem Kurs gibt es für Puma nicht. Und solange das Wachstum so weitergeht, können die Stärken in den Schwellenländern die Schwächen in den gesättigten ein Stück weit auffangen.

Entsprechend optimistisch gibt sich Koch, der als früherer Strategiechef maßgeblich den heutigen Kurs des Unternehmens schon früh mitgeprägt hat,  denn auch. Für 2012 und 2013 rechnet er mit einem weiteren Umsatzwachstum  im hohen einstelligen Prozentbereich.  An der Aussage wird er in den kommenden Jahren zu messen sein.

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