
HerzogenaurachDer Sportartikelhersteller Puma hat nach einem Rekordumsatz im vergangenen Jahr für 2012 und 2013 ein Wachstum im oberen einstelligen Bereich angekündigt. Dafür sei es aber nötig, in Marketing und Produktentwicklung sowie in den Ausbau der Strukturen in den Schwellenländern zu investieren, sagte Puma-Chef Franz Koch am Mittwoch in Herzogenaurach laut Redemanuskript. Auch Geschäftsprozesse und Unternehmensorganisation müssten optimiert werden. „Unter der Annahme, dass die Beschaffungspreise nur leicht steigen und sich die operativen Aufwendungen erhöhen werden, gehen wir davon aus, dass wir in beiden Jahren eine Verbesserung des Konzerngewinns im mittleren einstelligen Bereich erzielen können“, betonte Koch.
Der MDax-Konzern hatte im vergangenen Jahr seine Erlöse um 11,2 Prozent auf gut drei Milliarden Euro gesteigert und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 333,2 Millionen Euro erzielt (plus 8,6 Prozent). Unterm Strich blieben 230,1 Millionen Euro übrig, ein Zuwachs von 13,8 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit Umsätzen von 2,96 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 225 Millionen gerechnet.
Allerdings enttäuschte Puma die Investoren in puncto Dividende: Sie wird auf von 1,80 Euro auf zwei Euro steigen - weniger stark als die durchschnittlich erhofften 2,28 Euro je Anteilsschein.
Puma will in den nächsten Jahren viel Geld in Werbung und neue Produkte stecken, um wieder sportlicher zu werden. „Aufgrund unseres starken Sportmarketing-Portfolios sind wir optimal vorbereitet, um die Chancen des Sportjahres 2012 bestmöglich zu nutzen und auch unser Umsatzziel von vier Milliarden Euro im Jahr 2015 zu erreichen“, sagte Koch. Der 32-Jährige hatte erst im Sommer die Führung des Sportartikelherstellers übernommen, nachdem sein Vorgänger Jochen Zeitz nach 18 Jahren im Amt zur Konzernmutter PPR nach Paris gewechselt war.
Für dieses Jahr ist die ganze Branche wegen der anstehenden Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine sowie der Olympischen Sommerspiele in London zuversichtlich - unabhängig davon, wie stark sich die Konjunktur abkühlt.
























