Stada: Großaktionär AOC macht Kasse mit Aktienverkauf

Stada: Großaktionär AOC macht Kasse mit Aktienverkauf

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FILE PHOTO: The logo of the pharmaceutical company Stada Arzneimittel AG is pictured at its headquarters in Bad Vilbel near Frankfurt, Germany March 14, 2012. REUTERS/Alex Domanski/File Photo

Der aktivistische Investor AOC hat seine kompletten Stada-Anteile verkauft. Die Veräußerung des 5-Prozent-Pakets dürfte vor allem die Finanzinvestoren Bain und Cinven freuen. Sie wollen Stada komplett übernehmen.

Der Stada-Großaktionär AOC versilbert mitten im Übernahmepoker um den hessischen Arzneimittelhersteller all seine Anteile. Der Investor hat sein Paket von rund 5 Prozent der Stada-Aktien veräußert, wie aus einer Börsenpflichtmeldung von Freitag hervorgeht. AOC war im vergangenen Jahr bei Stada eingestiegen und hatte auf Veränderungen im Geschäftsmodell gedrängt sowie Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht.

Der Pharmakonzern steht vor einer Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven, die das Unternehmen für 5,3 Milliarden Euro kaufen wollen. Vorstand und Aufsichtsrat von Stada hatten den Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen und ihnen dafür zuletzt eine verlängerte Frist bis 22. Juni eingeräumt. AOC gehe davon aus, dass die verkauften Anteile den Finanzinvestoren angedient würden, teilte der Investor mit. Mit dem vorzeitigen Verkauf zeigt AOC Zweifel am Gelingen der Übernahme. Zuletzt musste die Annahmefrist verschoben werden, weil nicht genug Aktionäre ihre Papiere angeboten hatten.

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Stada Durch Zukäufe unter die Top 5 weltweit

Bain und Cinven wollen Stada innerhalb von wenigen Jahren zum weltweit fünftgrößten Anbieter von Generika machen. Investor Bain ist offenbar auch auf der Suche nach externen Kandidaten für den Chefposten.

Quelle: dpa

Der für AOC lukrative Ausstieg kommt nicht unerwartet. Stada-Aktien notierten am Freitag bei mehr als 64 Euro und damit nicht weit von ihrem jüngsten Rekordhoch im Mai. Bain und Cinven wollen 66 Euro je Anteil zahlen. Die Papiere sind binnen eines Jahres um mehr als 45 Prozent gestiegen, vor Beginn des Übernahmepokers im Februar standen sie bei unter 50 Euro. Stada wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern.

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