Stahlkocher im Aufwind: Voestalpine profitiert von Geschäften mit Autobranche

Stahlkocher im Aufwind: Voestalpine profitiert von Geschäften mit Autobranche

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Voestalpine macht gute Geschäfte mit der Autoindustrie.

Arcelor Mittal hatte bereits gute Zahlen vorgelegt. Auch der österreichische Stahlkocher Voestalpine konnte seinen Gewinn steigern. Die Geschäfte mit der Autobranche florieren, der Energiesektor schwächelt allerdings.

Der Stahlkonzern Voestalpine sieht sich dank brummender Geschäfte mit der Automobilindustrie auf Kurs für eine Gewinnsteigerung im Gesamtjahr. Obwohl zuletzt im weltgrößten Markt China weniger Autos gekauft worden seien, gebe es keine Anzeichen für eine breite Eintrübung, erklärte das österreichische Unternehmen am Mittwoch.

Positiv stimmen Voestalpine vor allem die höheren Zulassungszahlen bei Klein- und Mittelklassewagen in Europa. Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2015/16 werde daher unverändert eine Verbesserung der operativen Ergebnisse erwartet. Dabei soll auch ein 900 Millionen Euro schweres Sparprogramm helfen, das nun erste Früchte trägt.

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Die größten Stahlhersteller

  • Platz 1: Arcelor-Mittal

    Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

    Quelle: World Steel Association

  • Platz 2: Hesteel Group

    Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

  • Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

    Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

  • Platz 4: Posco

    Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

  • Platz 5: Baosteel Group

    Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

  • Platz 16: Thyssen-Krupp

    Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Während die Geschäfte mit der Autoindustrie, für die Voestalpine unter anderem Bleche für Karosserieteile herstellt, rund laufen, bereitet den Österreichern die Energiebranche Sorgen. Wegen der stark gefallenen Ölpreise investierten die Unternehmen weniger. Voestalpine erzeugt etwa Grobbleche für Pipeline-Stahlrohre.

Seitdem das Erdgasleitungs-Projekt South Stream gestoppt wurde, habe es nur wenige Auftragsvergaben in diesem Bereich gegeben. Auch das Nachfolgeprojekt TurkStream wurde Ende Juli auf Eis gelegt. Auch die Entwicklung im exportstarken deutschen Maschinenbau habe sich abgeschwächt. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten die Linzer eine gewisse Volatilität. Dennoch rechnet Voestalpine in den nächsten Monaten mit einer weitgehenden Vollauslastung seiner Werke.

Stahlhersteller ArcelorMittal wieder mit schwarzen Zahlen

ArcelorMittal kann eine gute Bilanz des zweiten Quartals ziehen. Der Stahlhersteller hielt sich in den schwarzen Zahlen, obwohl der Umsatz zurück ging.

ArcelorMittal. Quelle: REUTERS

In dem von April bis Ende Juni laufenden ersten Quartal stieg der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) um 8,5 Prozent auf 237,0 Millionen Euro. Unter dem Strich lag der bereinigte Gewinn mit 151,7 (Vorjahr: 150,0) Millionen Euro nur leicht über dem Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. In die Ergebnisse von Voestalpine fließen anders als im Vorjahr die Zahlen von zwei Unternehmen voll ein, deren Ergebnisse bisher nur anteilig in der Bilanz verbucht wurden. Unbereinigt verdoppelte sich der Nettogewinn daher nahezu auf 289,4 (Vorjahr: 150) Millionen Euro.

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