Stahlkonzern: ThyssenKrupp bekommt Übersee-Stahlwerke besser in den Griff

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Stahlkonzern: ThyssenKrupp bekommt Übersee-Stahlwerke besser in den Griff

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Die Zentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen.

ThyssenKrupp kommt auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres nicht aus den roten Zahlen. Abschreibungen aus dem geplanten Verkauf des Outokumpu-Anteils belasteten das Ergebnis. Einen Lichtblick gibt es bei den Werken in den USA und Brasilien.

Der angeschlagene ThyssenKrupp-Konzern hat im vergangenen Quartal die Verluste bei den Stahlwerken in Übersee deutlich verringert. Der Konzern habe auch deswegen seinen operativen Gewinn auf 247 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Dabei profitierte der Konzern vor allem von Einsparungen, während der starke Euro belastete. Analysten hatten den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Oktober bis Ende Dezember auf 213 Millionen Euro taxiert. Der Umsatz ging leicht auf 9,1 Milliarden Euro zurück.

Sondereffekte wie Beteiligungsverkäufe sind aus der Kennziffer herausgerechnet. Unter dem Strich fuhr ThyssenKrupp allerdings einen Verlust von 69 Millionen Euro ein. Dabei schlugen Abschreibungen im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Anteils an dem finnischen Konkurrenten Outokumpu zu Buche.

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Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekräftigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September). "Wir sind mit einem guten ersten Quartal in das neue Geschäftsjahr gestartet, ohne dass wir Rückenwind von der Konjunktur hatten." Der Vorstand hat sich nach 599 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr für die neue Periode einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro vorgenommen. Die Kosten sollen um weitere 850 Millionen Euro sinken. Nach drei Milliardenverlusten in Folge will sich ThyssenKrupp unter dem Strich zumindest wieder in Richtung eines ausgeglichenen Ergebnisses bewegen.

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ThyssenKrupp bekommt nun die Werke in Brasilien und den USA besser in den Griff. Probleme bei den zwei Stahlwerken in Übersee hatten den Traditionskonzern in eine tiefe Krise gestürzt. Der operative Verlust von Steel Americas lag bei 17 Millionen Euro, nachdem im Vorjahrszeitraum noch ein Fehlbetrag von 122 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte. Der Konzern profitiere in Amerika von einer höheren Auslastung, Kostensenkungen und positiven Währungseffekten. Der geplante Verkauf des Werks in den USA kommt inzwischen voran. Von dem in Brasilien will sich der Konzern früheren Angaben zufolge „mittel- bis langfristig“ trennen. Im europäischen Stahlgeschäft musste ThyssenKrupp hingegen Federn lassen. Hier schmolz das Betriebsergebnis auf 19 Millionen von 30 Millionen Euro.

Die im Dezember durchgezogene Kapitalerhöhung verschaffte dem hoch verschuldeten Unternehmen etwas Luft. Das Eigenkapital stieg dadurch Ende Dezember auf 3,3 Milliarden Euro, drei Monate zuvor hatte es bei 2,5 Milliarden Euro gelegen. Die Nettoschulden gingen auch dank Anzahlungen für einige Großaufträge von 5 auf 4,5 Milliarden Euro zurück.

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