Standort Deutschland: BASF-Chef warnt vor "schleichendem Auszehrungsprozess"

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BASF-Chef Kurt Bock

von Hans-Jürgen Klesse

Trotz aktuellem Jobwunder in Deutschland nimmt die Job-Verlagerung ins Ausland weiter zu.

„In den nächsten fünf Jahren wird der Anteil Deutschlands an den weltweiten Investitionen von einem Drittel auf nur noch ein Viertel sinken“, prognostizierte BASF-Chef Kurt Bock gegenüber der WirtschaftsWoche. Er warnte vor einem „schleichenden Auszehrungsprozess“. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF plant neue Anlagen und Projekte vor allem in den USA, weil dort die Energiepreise niedriger sind als in Deutschland. An der Golfküste entsteht ein Propylen-Werk, in Freeport in Texas ist ein neues Ammoniak-Werk geplant. „Bei der Produktion würden wir von den niedrigeren Gaspreisen profitieren und unsere Kostenposition deutlich verbessern“, sagte Bock.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche erzielen die meisten Dax-Konzerne den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland und beschäftigen dort auch mehr Mitarbeiter als in Deutschland, allen voran Sportartikelproduzent Adidas, der 90 Prozent seiner Mitarbeiter im Ausland beschäftigt und dort auch 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe liegen 21 Prozent aller Kapazitäten deutscher Unternehmen mittlerweile im Ausland. Abgewandert wird, weil Löhne und Energiepreise im Ausland deutlich niedriger sind, um neue Absatzmärkte zu erschließen oder um Wechselkursrisiken und Einfuhrzölle zu umgehen.

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