Stellenabbau: Eon und Gewerkschaft verhandeln

Stellenabbau: Eon und Gewerkschaft verhandeln

, aktualisiert 06. November 2011, 14:45 Uhr
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Eon-Mitarbeiter demonstrieren in München vor der Hauptverwaltung der Eon Energie.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Streit um den Stellenabbau beim Energiekonzern hat sich das Unternehmen nun doch zu Gesprächen mit Gewerkschaften bereiterklärt. Ob es dabei tatsächlich um Tarifverhandlungen gehen werde, ließ man allerdings offen.

DüsseldorfIm Streit um den Stellenabbau beim Energiekonzern Eon hat sich das Unternehmen zu Gesprächen mit den Gewerkschaften bereiterklärt. „Der Eon-Vorstand hat die Einladung der Gewerkschaften zu Gesprächen über die sozialverträgliche Ausgestaltung des Programms Eon 2.0 angenommen“, sagte ein Eon-Sprecher. Die Eon-Vertreter in den Arbeitgeberverbänden würden kurzfristig auf die Gewerkschaften zugehen, um die notwendigen Vorbereitungen zur Aufnahme der Gespräche abzustimmen. Ob es sich bei den Gesprächen um Tarifverhandlungen handeln werde, ließ der Sprecher offen. Wichtig sei, dass es zu einem intensiveren Dialog komme.

Die Gewerkschaft IG BCE begrüßte den Schritt. IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sagte, er werte dies als ein positives Signal des Unternehmens, im Dialog mit Gewerkschaften und Betriebsräten zu vernünftigen Lösungen zu kommen.

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Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE hatten den Eon-Vorstand zu sofortigen Tarifverhandlungen für alle Beschäftigten aufgefordert. Sie verlangen, dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und Arbeitsplätze und Standorte gesichert werden. Vorstandschef Johannes Teyssen will bei dem Versorger bis zu 11.000 der weltweit 79.000 Arbeitplätze streichen. Die Pläne sorgen seit Monaten für Unruhe im Konzern. Der Konzernbetriebsrat und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hatten Teyssen mangelnde Dialogbereitschaft vorgeworfen.

Mit der jüngsten Forderung nach Tarifverhandlungen wollten die Gewerkschaften den Druck erhöhen. Die Vereinbarung soll Verdi zufolge den laufenden Tarifvertrag ergänzen. Dieser gilt noch bis Ende 2012, so dass hierfür noch eine Friedenspflicht gilt. Die Beschäftigten könnten zur Durchsetzung ihrer Forderungen in den Verhandlungen für einen zusätzlichen Vertrag nun aber auch zum Arbeitskampf greifen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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