Studie: Die einflussreichsten Aufsichtsräte im Dax

Studie: Die einflussreichsten Aufsichtsräte im Dax

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Ulrich Lehner, Aufsichtsrat bei Deutsche Telekom, E.On, Henkel und Thyssenkrupp

von Claudia Tödtmann

Die Anlegerschützer des DSW haben Einfluss, Arbeitsaufwand und Bezahlung der Aufsichtsräte in den 30 Dax-Unternehmen unter die Lupe genommen. Wer die mächtigsten und die bestbezahlten Aufsichtsräte sind.

Ulrich Lehner ist zum einflussreichsten Aufsichtsrat der Dax-30-Unternehmen aufgestiegen: Der Ex-Henkel-Chef hat nun vier Dax-Aufsichtsratsposten und zwar bei der Deutschen Telekom, E.On, ThyssenKrupp und Henkel. Entthront hat er hat Werner Wenning, der seit 2013 an der Spitze der machtvollsten Unternehmenskontrolleure im Dax stand und nun auf Platz sechs rutschte.

Ganz neu in der Top-Ten der Multiaufsichtsräte ist hingegen Werner Brandt - Deutsche Lufthansa, ProSiebenSat.1, RWE -, der früher Finanzvorstand bei SAP war und jetzt RWE-Aufsichtsratsvorsitzender ist. Karl-Ludwig Kley, ehemals Merck-Vorstandschef, liegt gleichauf mit Brandt. Heute steht er dem E.On-Aufsichtsrat vor. Den vierten Platz der mächtigsten Dax-Kontrolleure teilen sich Paul Achleitner und Wolfgang Mayrhuber.

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Frauen immer noch unterrepräsentiert

Bemerkenswert: Erst auf dem 16. Platz folgt die erste Frau: Ann-Kristin Achleitner, die bei Linde und MünchnerRück kontrolliert. Die Gesamtbilanz ist nicht viel besser, unter den mächtigsten 50 Aufsichtsräten sind insgesamt nur fünf Frauen vertreten.

Lukrative Dax-Mandate

Zumindest im Dax bleiben die Aufsichtsratsmandate auch lukrativ: Bis auf VW bekamen die anderen Dax-Aufsichtsräte mehr Honorar als im Vorjahr: im Schnitt knapp sechs Prozent.

Am meisten Honorar-Plus gab es mit rund 59 Prozent bei HeidelbergCement. Bei den Dax-Newcomern Vonovia stieg das Aufsichtsratssalär um 41 Prozent, bei ProSiebenSat1 um 47 Prozent. Die besten Zahler sind Siemens, BMW und die Deutsche Bank. Mitenthalten in der Vergütung und neuerdings auch einzeln erwähnt sind inzwischen Sitzungsgelder. Ganz vorne liegt hier - eben wegen Dieselgate - VW mit 35 Sitzungen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nur 18.

Viel mehr Sitzungen

Insgesamt treffen sich die Aufsichtsräte jedoch viel öfter als noch vor zehn Jahren, tagen länger und detaillierter und führen auch penibel Protokoll über ihre Sitzungen. Das liegt daran, dass sie sich nicht in die Gefahr einer eigenen Haftung bringen wollen. Hinzu kommt: Heute gibt es in den Aufsichtsräten eigene Ausschüsse für die jeweiligen Themen, die es früher gar nicht gab.

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