Studie: Investoren zieht es nach Deutschland

Studie: Investoren zieht es nach Deutschland

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Die Hochburg für ausländische Investitionen ist Düsseldorf. International liegt sie auf Platz 13, in Deutschland auf Platz 1. Die Auslandsinvestitionen stiegen hier um 256 Prozent.

Investitionsmekka Deutschland: Während Auslandsinvestitionen weltweit sinken, zieht es die Geldgeber zunehmend nach Deutschland. Besonders beliebt: Düsseldorf - gefolgt von Berlin und Frankfurt.

Büroburgen prägen den Westen Düsseldorfs. Im Viertel Seestern finden sich vor allem Telekommunikationsunternehmen: Hier baut Vodafone seine neue Konzernzentrale, Ericsson und die chinesische IT-Konzerne ZTE sowie Huawei haben hier bereits 2011 ihre Standorte erweitert. Nicht nur die Chinesen investieren kräftig in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt, nirgends sind die ausländischen Investitionen weltweit derart angestiegen: Die Rhein-Metropole verzeichnete 2011 ein Wachstum von 259 Prozent und landet damit in Deutschland auf Platz 1 und international auf Platz 13 der IBM-Studie „Global Location Trends“.

Auch Deutschland insgesamt schneidet in der Studie hervorragend ab: Mit 600 Projekten schufen ausländische Investoren 2011 in der Bundesrepublik 26.000 neue Jobs – ein Plus von 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit entwickelte sich Deutschland gegen den weltweiten Trend: Schuldenkrise in Europa, rückläufiges Wachstum in Schwellenländern, Naturkatastrophen in Asien – in solchen Zeiten zeigen sich Unternehmen eigentlich wenig investitionsbereit: Weltweit sanken Auslandsinvestitionsprojekte und dadurch neu geschaffene Jobs um acht Prozent.

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Vor allem in Schwellenländern wurde weniger investiert: In Indien sanken die dadurch geschaffenen Jobs um 21 Prozent, in Brasilien um drei Prozent, in Russland um 13 Prozent und in China um 15 Prozent. Die Studie begründet dies mit den wirtschaftlich unsicheren Bedingungen für Investoren in Schwellenländern. Aktuell stieg das Wirtschaftswachstum Chinas im vierten Quartal 2012 zwar um fünf Prozentpunkte auf 7,9 Prozent an, die voran gegangenen Quartale war es jedoch stetig gesunken.

Hinzu kommt, dass die Studie einen Trend weg von großen, hin zu kleineren Investitionsprojekten verzeichnet. Diese würden vor allem im Konsumbereich getätigt. Besonders attraktiv sind dabei ausgereifte Märkten, da dort die kaufkräftige Kundschaft lebt: Etwa in Deutschland. Die Bundesrepublik gilt international als lukrativer Absatzmarkt. So stiegen die Investitionen hier zu Lande vor allem im Bereich Einzel- und Großhandel um 400 Prozent – international waren es 61 Prozent.

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Vor allem Düsseldorf ist mit seiner Luxuseinkaufsmeile Königsallee als absatzstarke Metropole für Einzelhändler bekannt. Insgesamt gab es 2011 in der Stadt am Rhein 61 Auslandsinvestitionsprojekte. Weitere deutsche Städte unter den Top 25 sind Berlin (Platz 23) und Frankfurt (Platz 25) mit je 44 Projekten.

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