Südafrika: Spuren bis nach Deutschland

Südafrika: Wie eine privatisierte Regierung

Spuren bis nach Deutschland

Sam Sole ist dieser Tage noch blasser als gewöhnlich. Der geschäftsführende Redakteur der investigativen Journalistengruppe „amaBhungane“ (die Mistkäfer) verbringt Nächte am Schirm, um die unzähligen E-Mails aus dem Herzen des Gupta-Imperiums auszuwerten. „Ein Piratenschatz im Cyberzeitalter“, lacht der schmächtige Journalist mit dem Ziegenbärtchen. Kürzlich stieß Sole auch auf die Namen zweier deutscher Firmen, die in die Gupta-Skandale verwickelt sein sollen: Sowohl SAP wie die Software AG, legt die E-Mail-Spur nahe, haben Unternehmen der indischen Familie Schmiergeld für Vermittlungsdienste bezahlt. Beide Firmen bestreiten die Vorwürfe, kündigten jedoch Untersuchungen an.

Inside Africa Wie Südafrika seine Touristen verschreckt

Tafelberg, tolle Strände, Safaris – eigentlich ist Südafrika der Traum vieler Globetrotter, der Tourismus trägt einen wichtigen Teil zur Wirtschaft bei. Doch ausgerechnet das Land selbst verschreckt nun die Einreisenden.

Der Tafelberg im südafrikanischen Kapstadt. Quelle: REUTERS

Südafrikas Banken waren schon vorher aufgeschreckt. Alle vier großen Geldinstitute des Landes stellten ihre Verbindung zu Oakbay, der Holdingfirma der Guptas, ein. Ihren Recherchen nach hatten die drei Brüder zuvor fast sieben Milliarden Rand (ca 440 Millionen Euro) mit zweifelhafter Herkunft ins Ausland überwiesen. Zuma und seine Geschäftsfreunde holten daraufhin zu einer wütenden Kampagne gegen die Bankenwelt aus. Die Londoner PR-Firma Bell Pottinger wurde hinzugezogen, die den Slogan vom „white monopoly capital“ kreierte. Dem „weißen Monopolkapital“ wurde vorgeworfen, einen vom Neid und Rassismus diktierten Verdrängungskampf gegen die indische Immigrantenfamilie und ihre afrikanischen Freunde zu führen. Allerdings stand die Stilisierung der Guptas zu Befreiungskämpfern im Gegensatz zum Verhalten der Familie. Die drei Brüder titulieren ihre dunkelhäutigen Wachmänner am Tor zum Saxonwold Drive gerne mal als „Affen“, und bei der Hochzeit ihrer Nichte in Sun City wollten sie nur weiße Kellner sehen.

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Dass die Familie ihre Skandalserie unbeschadet überstehen wird, hält in Südafrika inzwischen kaum noch jemand für möglich. Nicht einmal die Betroffenen selbst: Presseberichten zufolge haben sich die Guptas in Dubai in den Goldhandel eingekauft und im Luxusviertel Emirates Hills eine 35 Millionen Dollar teure Villa mit 10 Schlaf- und 13 Badezimmern erworben.

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