Südthüringen: Drei Tote nach Grubenunglück

Südthüringen: Drei Tote nach Grubenunglück

Nach einem Gasausbruch in einer Kali-Grube im südthüringischen Unterbreizbach sind drei Bergleute unter Tage gestorben. Zunächst waren sieben Kumpel eingeschlossen.

Durch die Sprengung wurden große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Das Gas trat zusammen mit Salzstaub an die Oberfläche. Bei dem Gasausbruch nach einer Sprengung zur Kali-Gewinnung seien zunächst sieben Bergleute in etwa 700 Meter Tiefe gewesen. Vier von ihnen seien inzwischen aus der Grube gerettet worden. Sie seien nicht verletzt. Ärzte kümmerten sich um sie. Bei den Sprengarbeiten sei gegen 13.00 Uhr Kohlendioxid freigesetzt worden und habe für eine enorme Druckwelle unter Tage gesorgt. Außerdem gab es zunächst widersprüchliche Zahlen über die Anzahl der eingeschlossenen Bergleute. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet von sieben Bergleute, die unter Tage eingeschlossen wurden. Zu vier von denen gebe es Kontakt. Die Nachrichtenagentur dpa spricht hingegen von fünf eingeschlossenen Kumpeln, zu lediglich zweien bestehe derzeit Kontakt. Wo sich die Bergleute aufhalten, ist offen. Zu ihrer Rettung ist die Grubenwehr eingesetzt, wie der MDR berichtet. Das Betriebsgelände rund um den Schacht II des Kalibergwerks wurde geräumt, die nahegelegene B84 gesperrt. Das Werk wird vom Kasseler K+S-Konzern betrieben, der auch die Rettungsarbeiten koordiniert.

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Derartige Kohlendioxid-Freisetzungen seien bei Sprengungen nicht ungewöhnlich. Das Gas sei durch den Gebirgsdruck im Salz gebunden und werde durch die Sprengung freigesetzt, wie das thüringische Umweltministerium dem MDR mitteilte. Normalerweise hätten diese Ausbrüche jedoch keine Folgen, in seltenen Fällen werde die Grubenwehr gerufen, um für ein Auslüften ("Auswettern") zu sorgen. Die Bergwerke Unterbreizbach und Merkers in Thüringen sowie die überirdischen Schachtanlagen seien geräumt worden. Das Unternehmen sprach bei dem Gasausbruch von Kohlensäure.

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Im hessisch-thüringischen Kalirevier wird unter anderem Kalium abgebaut, neben Stickstoff und Phosphor einer der wichtigsten Nährstoffe zur Düngung von Pflanzen. Um Kali zu gewinnen, muss es aus dem Gestein unter Tage gelöst werden. Dazu werden zunächst Löcher ins Gestein gebohrt. Dort wird zum Ende der Schicht der Arbeiter Sprengstoff zur Explosion gebracht. Die nächste Schicht bringt das abgesprengte Gestein mit Radladern auf Förderbänder in die Fabrik, wo es aufbereitet wird. Sowohl bei der Einfahrt in das Bergwerk als auch im Abbaugebiet wird genau kontrolliert, wer sich dort aufhält. Gesprengt wird erst, wenn alle draußen sind.

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