Technologiekonzern: Jenoptik hofft auf Umsatz durch die Lkw-Maut

Technologiekonzern: Jenoptik hofft auf Umsatz durch die Lkw-Maut

, aktualisiert 10. November 2017, 14:29 Uhr
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Für 2017 erwartet der Vorstand einen Umsatz am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 720 bis 740 Millionen Euro.

Quelle:Handelsblatt Online

Was die einen aufregt, freut die anderen: Die Lkw-Maut soll Jenoptik zu steigenden Umsätzen verhelfen. Im nächsten Jahr will das TecDax-Unternehmen der Umsatzmarke von 800 Millionen Euro näher kommen.

JenaDer Jenoptik-Konzern rechnet mit steigenden Umsätzen durch die Installation von Lkw-Maut-Anlagen auf Bundesstraßen. Zusammen mit der Berliner Toll Collect werde an dem Projekt gearbeitet, sagte Jenoptik-Vorstandschef Stefan Traeger am Freitag bei der Vorlage von Geschäftszahlen für Januar bis Ende September. Derzeit würden die ersten Säulen zur Maut-Erfassung auf Bundesstraßen aufgebaut.

Der Hauptteil des Umsatzes aus diesem Geschäft wird für 2018 erwartet. Traeger sprach von einer Größenordnung im zweistelligen Millionenbereich. Entwicklungskosten schmälerten allerdings in diesem Jahr den Ertrag im Geschäftsbereich Verkehrssicherheit.

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In den ersten drei Quartalen kurbelte vor allem eine gute Nachfrage der Halbleiterindustrie nach Ausrüstungen das Geschäft des Jenaer TecDax-Unternehmens an. Der Umsatz stieg im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2016 um sieben Prozent auf 526,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 15,9 Prozent auf 52,0 Millionen. Verbucht wurde ein Gewinn von 44,1 Millionen - fast ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für 2017 erwartet der Vorstand einen Umsatz am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 720 bis 740 Millionen Euro. Die Marge soll bei etwa 10 Prozent liegen. Traeger erwartet ein starkes viertes Quartal. 2018 will Jenoptik der Umsatzmarke von 800 Millionen Euro näher kommen. Und: „Wir haben Interesse an weiteren Akquisitionen.“

Jenoptik ist einer der wenigen eigenständigen Konzerne in Ostdeutschland. Er beschäftigt rund 3650 Mitarbeiter, davon knapp 800 im Ausland.

Quelle:  Handelsblatt Online
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