
Vor dem Hintergrund von Produktionseinschränkungen an anderen Opel-Standorten stehen in dieser Woche auch im Bochumer Opel-Werk die Bänder still. Die Produktion werde am kommenden Montag wieder aufgenommen, kündigte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel am Mittwoch an.
Den Stillstand müssten die Mitarbeiter mit Freizeit ausgleichen. Es handele sich dabei nicht um Kurzarbeit. Der Schritt sei notwendig geworden, da derzeit Zulieferteile aus anderen Werken fehlten.

Opel und das Schwesterunternehmen Vauxhall produzieren an vielen Standorten in Europa Autos, Motoren oder Komponenten. In Deutschland hat Opel so vier Standorte mit insgesamt etwas mehr als 25.500 Beschäftigten. Eine Bildergalerie mit den größeren Werken.
Text: dpa; Foto: AP

Das Stammwerk südwestlich von Frankfurt am Main ist mit rund 15.600 Mitarbeitern das Herz von Opel - im Bild die Statue von Adam Opel. Hier läuft der neue Mittelklassewagen Insignia vom Band. In Rüsselsheim ist zudem das internationale Entwicklungszentrum angesiedelt.
Text: dpa, Foto: dpa

Das Werk produziert derzeit den Astra und den Kompakt-Van Zafira. Außerdem werden Achsen und Getriebe hergestellt. Von 6.000 Mitarbeitern sind 4.900 direkt bei Opel angestellt, 1100 sind Ex-Opelaner in Partnerbetrieben.
Text: dpa; Foto: dpa

Als Motorenschmiede spielt der pfälzische Standort mit 3490 Mitarbeitern eine wichtige Rolle im weltweiten Fertigungsverbund von GM. Opel stellt hier Komponenten für Karosserie, Chassis und Innenraum her.
Text: dpa; Foto: dpa

Der Schwerpunkt der Produktion liegt in Eisenach auf dem Corsa. Aktuell arbeiten hier 1700 Menschen.
Text: dpa; Foto: AP

Im spanischen Werk Saragossa arbeiten rund 7200 Beschäftigte. Produziert werden die Modelle Corsa, Meriva und Combo.
Text: dpa; Foto: rtr

Die britische GM-Tochter Vauxhall produziert nahezu baugleiche Fahrzeuge wie Opel. Am Standort Ellesmere Port werden Astra und Astra Van gebaut. Aus Luton kommen die Vivaro- Kleinbusse. In Großbritannien beschäftigte GM im vergangenen Jahr 4729 Mitarbeiter.
Text: dpa; Foto: dpa

Im oberschlesischen Gliwice (Gleiwitz) laufen die Modelle Astra und Zafira vom Band. Hier arbeiten rund 3580 Menschen.
Text: dpa; Foto: rtr

In der Hafenstadt Antwerpen wird mit rund 2580 Beschäftigten der Opel Astra produziert.
Text: dpa; Foto: AP

In Aspern bauen 1700 Opel-Mitarbeiter Motoren vor allem für kleine Kompaktwagen.
Text: dpa; Foto: AP
Opel und das Schwesterunternehmen Vauxhall produzieren an vielen Standorten in Europa Autos, Motoren oder Komponenten. In Deutschland hat Opel so vier Standorte mit insgesamt etwas mehr als 25.500 Beschäftigten. Eine Bildergalerie mit den größeren Werken.
Text: dpa; Foto: AP
Nach Angaben des Bochumer Opel-Betriebsrats sollen in der kommenden Woche die Gespräche über die Zukunft des Standorts fortgesetzt werden. Bis Ende Oktober wolle man zu einem Ergebnis kommen, sagte Einenkel.
Mitten in der tiefen Absatzkrise hatte Opel am Samstag am Stammsitz Rüsselsheim sein 150-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. „Wir hätten uns eine bessere Zeit gewünscht, um den Geburtstag zu feiern, denn Opel fährt gerade auf einer holprigen Strecke in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. Den Stolz auf die Tradition und die lange Erfolgsgeschichte lasse er sich dadurch aber nicht nehmen: „Wir verstehen diese Krise als Chance.“ Opel werde auch sein nächstes Jubiläum in 25 Jahren noch feiern.
Opel-Interimschef Thomas Sedran gab zwar zu, dass Opel auch durch eigene Fehler in die aktuelle Krise geraten sei. Er machte den Beschäftigten aber Mut: „Wir werden wieder neue Höhen erklimmen.“ Die herausragende Rolle auf dem Weg „zurück in die Champions League“ werde eine Produktoffensive spielen. „Allein bis 2016 investieren wir mehrere Milliarden Euro und bringen 23 neue Modelle und 13 neue Motoren auf den Markt“, sagte Sedran. Den Anfang machen der kleine Geländewagen Mokka und der Stadtflitzer Adam, der im Oktober zu den Händlern kommt.
Firmengründer Adam Opel hatte im August 1862 in Rüsselsheim mit dem Bau von Nähmaschinen begonnen. Später kamen Fahrräder und Motorräder hinzu, nach Adam Opels Tod auch Automobile. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem der größten Autohersteller in Europa und gehört seit 1929 zum US-Konzern General Motors (GM).
























