Tesla, Nissan, BMW: E-Autos vor dem Sprung auf den Massenmarkt

Tesla, Nissan, BMW: E-Autos vor dem Sprung auf den Massenmarkt

, aktualisiert 07. September 2017, 16:46 Uhr
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Besonders bei der Reichweite fahren die deutschen Autobauer Tesla und Co hinterher.

von Markus FasseQuelle:Handelsblatt Online

Die Elektromobilität boomt: Weltweit hat sich der Absatz von E-Autos in vier Jahren versechsfacht. Die deutschen Hersteller fahren den Pionieren Tesla und Nissan/Renault vor allem in einer Kategorie hinter her.

MünchenWenn kommende Woche in Frankfurt die IAA beginnt, wird das Elektroauto wieder ein großes Thema sein. Denn wenn im kommenden Jahr in vielen Städten Diesel vom Verkehr ausgeschlossen werden könnten, fragt sich die Branche wie schnell das Stromauto den Sprung in den Massenmarkt schaffen könnte. Immer schneller lautet die Antwort des „Automotive Electrification-Index“, den die Beratungsagentur Alix Partners jetzt erhoben hat.

Demnach hat sich weltweit der Anteil der Autos mit Batterie, Brennstoffzelle oder Plug-in-Hybrid in den vergangenen vier Jahren auf 260 000 Stück versechsfacht.  Damit liegt der Anteil alternativer Antriebe immer noch bei unter einem Prozent, aber die Dynamik nimmt zu. Immerhin gehen BMW, Daimler und VW davon aus, das bis zum Jahr 2025 jedes vierte verkaufte Auto mit Elektromotor fahren könnte.

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Dazu müssen sie sich sputen. Zwar ist BMW mit rund 20 000 verkauften Elektroautos im zweiten Quartal bei Stückzahlen auf Augenhöhe mit Tesla und Renault/Nissan. Doch wenn man die verkauften Reichweiten vergleicht, fällt der deutsche Edelhersteller gegen die Konkurrenz deutlich ab.

Weil die Tesla-Modelle größere Batteriepakete als das Elektromobil „i3“ haben, verkaufen die Kalifornier bei gleicher Stückzahl fast fünfmal so viel Reichweite wie BMW. Ein durchschnittlicher Tesla kommt auf 489 Kilometer Reichweite, BMW auf 101 Kilometer.  

Auch die chinesischen Hersteller BYD, BAIC und Geely liegen in dieser Rechnung vorne, insgesamt fünf Chinesen sind unter den Top Ten. Volkswagen und Daimler, die beide eine führende Rolle in der E-Mobilität anstreben, finden sich sowohl bei der verkauften Reichweite als auch bei den Stückzahlen nicht unter den ersten zehn.

Auch als Absatzmarkt ist China die Nummer Eins. So wurden in China im zweiten Quartal dieses Jahres 22 Millionen Kilometer elektrische Reichweite verkauft, doppelt so viel wie in Europa und Nordamerika. Auf dem größten Automarkt der Welt entspricht das aber nur einem Marktanteil von 1,9 Prozent. Den weltweit höchsten Anteil an verkauften Stromfahrzeugen hat Norwegen mit  29 Prozent aller Neuzulassungen.

Norwegen hat wie die Niederlande den Kauf elektrischer Fahrzeuge stark subventioniert. Die USA kommen in dieser Rechnung auf Platz 14, Deutschland trotz Förderprämie auf Platz 15. „Einzelne europäische Länder zeigen, dass man die Elektrifizierung des Automobilmarktes erfolgreich befeuern kann. Auf Basis einer gesunden volkswirtschaftlichen Gesamtsituation können gezielte und stimmige staatliche Programme den Absatz elektrischer Fahrzeuge ankurbeln“, so AlixPartners-Vice President Hannes Weckmann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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